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Mittwoch, 6. Januar 2016

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Vertrauen Sie mir, ich tu’s ja auch!
Das verblüffend sympathische Besserwisser-Buch

(sl). Antoine Monot, Jr. hilft gern. Auch wenn er gar nicht gefragt worden ist. Sie haben gar kein Problem? Gut, denn ich habe die Lösung! „Der größte Fehler, den man als Mann beim Einkaufen mit der Freundin machen kann, ist überambitioniertes Auftreten. Wichtig ist auch, sich die eigene Anspannung nicht anmerken zu lassen. Die wichtigste Grundregel: Es ist nie die Freundin, es ist immer der Schnitt. Immer!“ – In allen Lebenslagen weiß Antoine Monot. Jr. Rat: ob Restaurantbesuch, Technik-Beratung, Beziehungskrisen, gute Geschäftsmodelle, Hosenkauf oder was man vom Fernsehen fürs Leben lernen kann. Ein Besserwisser? Oh ja – aber was für einer!

Humorvoll und erkenntnisreich erzählt Antoine Monot, Jr., den die meisten als „Tech-Nick“ aus einer großen Werbekampagne kennen werden, mit Unterstützung des Autors David Denk Geschichten aus seinem Leben und warum unseres besser wäre, wenn wir doch endlich mal auf ihn hören würden. Vertrauen Sie ihm, er tut’s ja auch! Das Buch „Vertrauen Sie mir, ich tu’s ja auch!“ ist in kurze Kapitel lesefreundlich eingeteilt und so ideal zum Lesen in Bus und Bahn auf dem Weg zur Arbeit – und seine Kollegen kann man dann sogleich mit neu gewonnenem Besserwissen beeindrucken…


Antoine Monot, Jr. mit David Denk
Vertrauen Sie mir, ich tu’s ja auch!
Das verblüffend sympathische Besserwisser-Buch
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-03405-5
Originalausgabe, 1. Auflage 2015, 224 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr k.A.



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Donnerstag, 12. Juni 2014

Rezension zu „300 Tipps, Tricks & Techniken Mosaik“

300 Tipps, Tricks & Techniken Mosaik
Das unentbehrliche Nachschlagewerk mit Antworten auf alle Fragen

(sl). „Mosaiken bilden ein Gleichgewicht aus Handwerkskunst und künstlerischer Sensibilität“, schreibt Autorin Bonnie Fitzgerald in der Einführung zu ihrem Buch „300 Tipps, Tricks & Techniken Mosaik“. Bonnie Fitzgerald muss es wissen, denn die Pädagogin entwirft und gestaltet seit über 25 Jahren Mosaiken und gründete außerdem die preisgekrönte Schule „Maverick Mosaics“, eine Bildungseinrichtung mit Atelier, nahe Washington, DC.

„300 Tipps, Tricks & Techniken Mosaik“ ist sehr übersichtlich gestaltet, hervorragend strukturiert und wendet sich an Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Eingeteilt ist „Das unentbehrliche Nachschlagewerk mit Antworten auf alle Fragen“ in fünf Kapitel: Der Abschnitt „Grundausstattung“ nennt alle Materialien, die man für das Arbeiten mit Mosaik benötigt. Bonnie Fitzgerald gibt Tipps, wie man seinen Arbeitsplatz am besten einrichtet, für welche Techniken man welche Untergründe und Klebemittel benötigt und stellt die verschiedenen Werkzeuge vor. In kleinen Infokästen verrät sie Tricks, beispielsweise wie man verhindert, dass Kleber zu schnell eintrocknet.

Im zweiten Kapitel beschreibt Bonnie Fitzgerald „Alles über Mosaiksteine“. Sie stellt die verschiedenen Arten von Steinen vor und beschreibt Fachbegriffe bei der Verlegetechnik von Mosaiken. Hier finden sich auch bereits die ersten Vorlagen für Anfänger, die jeweils in zwei Farbvarianten vorgestellt werden und die sich der Leser aus dem Buch kopieren kann.

Bonnie Fitzgerald führt im dritten Kapitel durch den Prozess der Gestaltung eines eigenen Mosaiks: „Der Entwurf – Ideen und Planung“. Sie nennt Inspirationsquellen ohne zu vergessen, auf Urheberrechte anderer Künstler hinzuweisen, nennt Anregungen zur gelungenen Komposition eines Bildes und verdeutlicht die Grundlagen der Farbtheorie, denn der richtige Umgang mit Farben ist unerlässlich beim Arbeiten mit Mosaiken. Das vierte Kapitel widmet sich den „Setzverfahren“. Bonnie Fitzgerald veranschaulicht kompetent die besten Techniken und ihre Anwendungen und geht auf alle Vor- und Nachteile ein.

Im fünften und letzten Kapitel zeigt Bonnie Fitzgerald „Praktische Anwendungen“. Hier finden sich eine Fülle an Ideen und Anleitungen, Vorlagen sowie Tipps und Tricks. Außerdem stellt die Autorin hier einige Projekte für Draußen vor, wie einen Blumenkasten mit Muschelornamenten. Das Buch endet mit einem Glossar und einer übersichtlichen Liste an Bezugsquellen.

Nur das Ansehen der unzähligen Bilder macht schon sofort Lust auf Mosaik. Das umfangreiche Buch ist mit vielen Schritt-für-Schritt-Fotos illustriert, Farbvariationen und Vorlagen machen Mut, Neues auszuprobieren. Übersichtliche Tabellen, Infokästen und unzählige Hinweise aus der Trickkiste sowie Lösungsvorschläge bei häufig auftretenden Problemen lassen einen das Buch auch im Entstehungsprozess eines Mosaiks immer wieder wie ein Nachschlagewerk zur Hand nehmen. Gut, dass der Verlag da an ein abwischbares und stabiles Cover gedacht hat.

Ob Hobbybastler oder Profikunsthandwerker – jeder, der mit Mosaiken arbeitet, kommt an diesem wirklich wunderbaren Buch nicht vorbei: „300 Tipps, Tricks & Techniken Mosaik“ von Bonnie Fitzgerald darf man getrost auch als Standardwerk bezeichnen.

© Steffani Lehmann von Literaturtipp.com


Bonnie Fitzgerald
300 Tipps, Tricks & Techniken Mosaik
Das unentbehrliche Nachschlagewerk mit Antworten auf alle Fragen
Aus dem Englischen von Zenner Lingua
frechverlag, Stuttgart
ISBN 978-3-7724-5852-1
1. Auflage 2014, 160 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden mit Lesebändchen, Format 20 x 20,5 cm.
Preis: € 24,99 (D) / € 24,70 (A) / sFr k. A.



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Mittwoch, 11. Juni 2014

Rezension zu „Die Schweden sind keine Holländer…“

„Die Schweden sind keine Holländer…“
Das große Fußballzitate-Quiz

(sl). Deutschland ist im Fußballfieber, nicht nur wegen der Weltmeisterschaft in Brasilien, sondern generell irgendwie immer. Ob Bundesliga oder internationale Wettbewerbe, es gibt zu jeder Zeit einen Grund, Fußball zu leben. Nun kann man Fußball auch „spielen“: „,Die Schweden sind keine Holländer…’ – Das große Fußballzitate-Quiz“.

In dem Taschenbuch befinden sich bekannte und unbekannte, lustige und legendäre Aussagen rund um das Thema Fußball, die es der richtigen Person zuzuordnen gilt. Beispiel: Dass „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“ von Andi Brehme stammt, dürften die meisten wissen, aber wer hat „Was soll ich mit den Spieler reden, ich bin doch kein Pfarrer.“ gesagt? A: Alex Ferguson; B: Werner Lorant; C: Roy Hodgson; D: Udo Lattek? Die Lösung verbirgt sich unten auf der jeweiligen Seite in einem kleinen Fußball – es war übrigens B. Etliche Zitate sind zum Schreien komisch, wie „Da kam das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief’s ganz flüssig.“ (Paul Breitner), andere schon fast legendär, wie „I hope, we have a little bit lucky“ (Lothar Matthäus), und einige ganz aktuell, wie „Das einzige, was Guardiola mit den Bayern noch gewinnen kann, ist der Eurovision Song Contest“ (Erik Meijer). Ein paar bekannte Zitate vermisst man auch, beispielsweise „Fußball ist wie Schach nur ohne Würfel“ von Poldi, das leider keinen Einzug in die umfangreiche und mit kleinen Fußballvignetten illustrierte Sammlung erhalten hat. Aber man kann es gerade beim Fußball eben nicht allen recht machen.

Eine runde Sache für echte Fußballkenner: Wer noch nach einem passenden Mitbringsel zum Fußballgucken bei Freunden oder nach kurzweiliger Abwechslung für die Halbzeitpause sucht, dem sei „,Die Schweden sind keine Holländer…’ – Das große Fußballzitate-Quiz“ empfohlen!

© Steffani Lehmann von Literaturtipp.com


„Die Schweden sind keine Holländer…“
Das große Fußballzitate-Quiz
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-19855-9
Originalausgabe, 1. Auflage 2014, 224 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 8,99 (D) / € 9,30 (A) / sFr 13,50




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Mittwoch, 30. April 2014

Literaturtipp zum 25. Todestag von Sergio Leone

Sergio Leone
Es war einmal in Europa

(sl). Heute vor einem viertel Jahrhundert starb der italienische Filmregisseur und Drehbuchautor Sergio Leone in Rom. Durch Filme wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Für eine Handvoll Dollar“ machte er sich unsterblich und beeinflusste das Filmgenre des Western bis heute wie auch mit „Es war einmal in Amerika“ den Gangsterfilm.

Autor und Filmwissenschaftler Harald Steinwender beleuchtet in seinem Buch „Sergio Leone – Es war einmal in Europa“ die wiederkehrenden Themen und Motive in Sergio Leones Filmen, untersucht den innovativen Einsatz von Filmmusik und Sounddesign, Kameraarbeit und Montage und spürt postmodernen Aspekten sowie dem zeitgeschichtlichen und kulturellen Hintergrund seines Werks nach.
Die Motive: Amerika als mythischer Projektionsraum, das Genrekino und seine Regeln, Rituale und Gewalt in Männerbünden. Die Ästhetik: übernahe Großaufnahmen, die rabiat gegen atemberaubende Weitwinkeltotalen geschnitten werden; eine enge Verbindung von Musik und Ironisierungen, Brüchen und Stilisierungen. Ohne Zweifel war der italienische Regisseur Sergio Leone ein „auteur“, ein Filmemacher mit eigenen Themen und deutlich erkennbarer Handschrift. Und er inszenierte einige der größten Erfolge des europäischen Kinos: Bereits sein erster Western „Für eine Handvoll Dollar“ avancierte zu einem der einträglichsten Nachkriegsfilme Italiens, begründete den Italowestern und etablierte Clint Eastwood als Star. Mit „Spiel mir das Lied vom Tod“ schuf Leone einen der berühmtesten Western überhaupt und mit seinem Spätwerk „Es war einmal in Amerika“ die definitive Hommage an den Gangsterfilm. Sein Œuvre verdient es, neu entdeckt zu werden, zumal gegenwärtige Hollywoodregisseure von den Coen-Brüdern bis zu Quentin Tarantino auf die von ihm etablierten filmischen Mittel zurückgreifen.


Harald Steinwender
Sergio Leone
Es war einmal in Europa
Bertz + Fischer Verlag, Berlin
ISBN 978-3-86505-317-6
2., überarbeitete Auflage 2012, 404 Seiten, mit 363 Fotos, Broschur, Format 17 x 22 cm.
Preis: € 29.- (D) / € k. A. (A) / sFr k. A.



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Freitag, 14. März 2014

Literaturtipp zum DVD-Start von „Captain Phillips“

Captain Phillips
Die Literaturverfilmung von „Höllentage auf See“

(sl). Heute erscheint der Film „Captain Phillips“ auf DVD. Der Film basiert auf den wahren Ereignissen eines Geiseldramas auf See, das Captain Richard Phillips in seinem Buch „Höllentage auf See“ niedergeschrieben hat.

Am 8. April 2009 wird der Albtraum eines jeden Kapitäns wahr: Um 7.30 Uhr Ortszeit wird das Containerschiff „Maersk Alabama“ 300 Seemeilen vor der Küste Somalias von Piraten angegriffen. Um seine Crew zu retten, weist Captain Richard Phillips die Männer an, sich in einer Kabine zu verstecken, und begibt sich freiwillig in die Gewalt der Piraten. Fünf Tage lang wird er als Geisel in einem Rettungsboot gedemütigt, gequält und gefoltert: vier Männer gegen einen, ein Kampf um Leben und Tod. Bis in der Dunkelheit auf einmal Schüsse knallen…
Captain Richard Phillips fährt seit über 30 Jahren zur See. Beladen unter anderem mit 17 Tonnen Nahrungsmitteln für das „World Food Programme“, führt die Route seines Containerschiffes diesmal von Salalah im Oman über den Golf von Aden und den Indischen Ozean nach Mombasa, Kenia. Die Fahrt verläuft friedlich, bis am achten Tag das Unglaubliche geschieht: Rasend schnell nähert sich ein vermeintliches Fischerboot. Mit einer langen weißen Leiter wird der Frachter geentert. Und vier mit Maschinengewehren bewaffnete Piraten stürmen an Bord. Ihnen gegenüber stehen der Captain und seine 20 Mann starke Besatzung – unbewaffnet. Ihre einzige Chance: Sie kennen das Schiff, die Piraten nicht. Vor allem begreift Captain Phillips eins: Dies ist der Moment, wo Willensstärke mehr zählt als jede Waffe. – Ein packender Countdown auf offener See: spannungsgeladen, actionreich, wagemutig.


Tom Hanks, Catherine Keener, Barkhad Abdi, Faysal Ahmed
Captain Phillips
Regie: Paul Greengrass
ASIN: B00GTPHCSS
Erscheinungsjahr 2014; Blu-ray 1 DVD; Laufzeit: 134 Minuten; FSK: 12 Jahre; Format: Widescreen; Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1; Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1), Französisch (DTS-HD 5.1).
Preis: € 16,99 (D)



Captain Richard Phillips mit Stephan Talty
Höllentage auf See
In den Händen von somalischen Piraten – Gerettet von Navy Seals
Aus dem Amerikanischen von Karlheinz Dürr und Norbert Juraschitz
Heyne Taschenbuch Verlag, München
ISBN 978-3-453-20062-3
Deutsche Erstausgabe, 1. Auflage 2013, 320 Seiten, Klappenbroschur, Format 13,5 x 20,6 cm.
Preis: € 14,99 (D) / € 15,50 (A) / sFr 21,90




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Sonntag, 9. März 2014

Literaturtipp zum 90. Geburtstag von Peter Scholl-Latour

(sl). Deutschlands erfolgreichster Sachbuchautor feiert heute seinen 90. Geburtstag: Peter Scholl-Latour. Der Journalist und Publizist war lange als ARD-Korrespondent in Afrika und Indochina tätig, was ihn zum Schreiben seines wohl bekanntesten Buches veranlasste: „Der Tod im Reisfeld“. Peter Scholl-Latour gilt als Kenner der arabischen und islamischen Welt, muss sich aber auch immer mit Kritikern seiner Bücher auseinandersetzen, die ihm vorwerfen, alte Feindbilder aufrecht zu erhalten. Trotzdem haben seine Bücher immerhin eine Gesamtauflage von rund zehn Millionen erreicht.
Wir gratulieren nicht nur auf’s Herzlichste, sondern möchten den Anlass nutzen, um auf eines seiner hervorragenden und fundierten Bücher aufmerksam zu machen: „Die Welt aus den Fugen – Betrachtungen zu den Wirren der Gegenwart“.

Die Weltpolitik gleicht derzeit einem aufziehenden Gewittersturm. Ob in Schwarzafrika oder Lateinamerika, in Arabien oder im Mittleren Osten – überall braut sich Unheilvolles zusammen. Und auch der Westen – Europa und die USA –, einst Hort der Stabilität, wird von Krisen heimgesucht wie seit langem nicht. Peter Scholl-Latour, Spezialist für turbulente Großwetterlagen, kennt die Welt wie kein Zweiter. Vor dem Hintergrund seiner sechzigjährigen Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens beleuchtet er in seinem neuen Buch die Brennpunkte der aktuellen Weltpolitik.
Der Abzug der USA aus dem Irak und Afghanistan hinterlässt zerrüttete Staaten, die in Bürgerkriegen versinken. Der Konflikt um Irans Atompolitik spitzt sich gefährlich zu. Pakistan ist ein Pulverfass. Die arabische Welt befindet sich in Aufruhr, mit ungewissem Ausgang. Die Zahl der „failed states“, Brutstätten des Terrorismus, nimmt beständig zu, vor allem in Afrika. Zu allem Überfluss stolpern Europa und Amerika von einer Finanzkrise in die nächste und erweisen sich international zunehmend als handlungsunfähig. Mit dem ihm eigenen Gespür für weltpolitische Umbrüche begibt sich Peter Scholl-Latour auf eine Tour d’Horizon rund um den Globus und schildert eine Welt aus den Fugen.


Peter Scholl-Latour
Die Welt aus den Fugen
Betrachtungen zu den Wirren der Gegenwart
Ullstein Taschenbuch Verlag, Berlin
ISBN 978-3-548-37527-4
1. Auflage 2013, 400 Seiten, Taschenbuch, Format 18,8 x 12 cm.
Preis: € 12,99 (D) / € 13,40 (A) / sFr 18,50



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Dienstag, 4. März 2014

Literaturtipp zum Internationalen Scrapbooking-Tag

Paper Art
Individuelle Papierarbeiten und Collagen

(sl). Fotos, Schere, Papier und Kleber heraus geholt: Heute ist der Internationale Scrapbooking-Tag! Das Hobby, das Anfang 2000 aus Kanada und den USA auch hierzulande bekannt wurde, erfreut sich immer noch größter Beliebtheit. Beim Scrapbooking werden Fotos in besondere Alben eingeklebt und mit Aufklebern und zu den Bildern oder zum Thema passenden Dingen verziert. Wer noch Anregungen zu diesem tollen Hobby benötigt, dem sei dieses Buch empfohlen: „Paper Art – Individuelle Papierarbeiten und Collagen“ von Janna Werner.

Aus Papier, Farbe und vielen kleinen Accessoires und in unterschiedlichen Techniken entstehen wunderbare Kunstwerke, die Fotos und Erinnerungen einen ganz besonderen Rahmen geben. Mixed Media und Scrapbooking werden auf eine ganz neue künstlerische Ebene gehoben und erfrischend jung interpretiert. Ein Grundlagenteil vermittelt umfassend und fundiert alles Wissenswerte zum Thema Scrapbooking und Mixed Media.


Janna Werner
Paper Art
Individuelle Papierarbeiten und Collagen
Topp Verlag, Stuttgart
ISBN 978-3-7724-5861-3
1. Auflage 2013, 112 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden, Format 21,7 x  23 cm.
Preis: € 16,99 (D) / € k. A. (A) / sFr k. A.



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Mittwoch, 19. Februar 2014

Literaturtipp zum Kinostart von „Monuments Men“

Monuments Men
Die Jagd nach Hitlers Raubkunst

(sl). Morgen startet der beachtenswerte Kinofilm „Monuments Men“ mit Cate Blanchett, Matt Damon, Bill Murray und John Goodman in den Kinos. Der Film, bei dem George Clooney nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch Regie führt, beleuchtet ein Kapitel deutscher Geschichte, dessen Ereignisse Autor Robert M. Edsel mit Bret Witter in seinem gleichnamigen Buch, das bereits in 19 Sprachen übersetzt und nun verfilmt wurde, aufgezeichnet hat.
Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Die Nationalsozialisten organisieren den „größten Diebstahl der Geschichte“ und lassen aus den besetzten Gebieten Europas mehr als fünf Millionen Kunstobjekte für das „Führermuseum“ ins Reich schaffen. Als die Alliierten in der Normandie landen, ist unter ihnen eine Sondereinheit: die „Monuments Men“. Ihr Auftrag ist es, bedeutende Kulturgüter vor der Zerstörung zu schützen, geraubte und verschollene Kunstwerke, wie Gemälde von Leonardo, Vermeer und Rembrandt sowie Skulpturen von Michelangelo, aufzuspüren. – Robert M. Edsel erzählt die atemberaubende Schatzsuche anhand von persönlichen Briefen und Tagebüchern der Schlüsselfiguren – bis zum dramatischen Showdown im Salzbergwerk von Altaussee.


Robert M. Edsel, Bret Witter
Monuments Men
Die Jagd nach Hitlers Raubkunst – Es war der größte Kunstraub der Geschichte
Aus dem Englischen von Hans Freundl
Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-453-43764-7
1. Auflage 2014, 560 Seiten, Taschenbuch, Format 11,8 x 18,7 cm.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr 14,90




Robert M. Edsel, Bret Witter
Monuments Men
Die Jagd nach Hitlers Raubkunst
Aus dem Englischen von Hans Freundl
Residenz Verlag, St. Pölten
ISBN 978-3-701-73304-0
1. Auflage 2014, 560 Seiten, Hardcover gebunden, Format 14 x 22 cm.
Preis: € 26,90 (D) / € 26,90 (A) / sFr 35,90



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Dienstag, 11. Februar 2014

Rezension zu „Die 100 wichtigsten Fragen zu Tod und Trauer“ von Georg Schwikart

Die 100 wichtigsten Fragen zu Tod und Trauer
In der akuten Trauersituation ein guter Helfer

(abr). Ein plötzlicher Todesfall und unendlich viele Fragen tun sich in diesem Moment auf: Was muss ich tun, wenn jemand zu Hause verstorben ist? Zahlt die Krankenkasse Sterbegeld? Wann muss eine Obduktion stattfinden? Was sind Kolumbarien? Was kostet eine Bestattung? – Hier sind nur einige der einhundert Fragen aufgeführt, die Georg Schwikart in seinem Buch „Die 100 wichtigsten Fragen zu Tod und Trauer“ beantwortet.

Das umfassende Taschenbuch beantwortet in der jeweils angemessenen Ausführlichkeit die wichtigsten Fragen, die die Trauernden beschäftigen. Dabei kann es sich um ganz praktische Fragen handeln, die Abläufe einer Trauerfeier erklären, oder auch Fragen, die den Glauben betreffen. Der Autor Georg Schwikart kann als studierter Theologe fundiert Auskunft geben und schafft es in einer angenehmen, einfühlsamen Sprache, den Leser dort abzuholen, wo er sich in der extremen Situation gerade befindet.

Das Buch „Die 100 wichtigsten Fragen zu Tod und Trauer“ ist in der Trauersituation ein guter Helfer. Es ist aber auch all denjenigen zu empfehlen, die sich bereits im Vorfeld umfassend über Tod und Trauer informieren möchten.

© Anke Braun von Literaturtipp.com


Georg Schwikart
Die 100 wichtigsten Fragen zu Tod und Trauer
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh
ISBN 978-3-579-06811-4
1. Auflage 2008, 152 Seiten, Klappenbroschur.
Preis: € 14,95 (D) / € 15,40 (A) / sFr 27,50




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Montag, 10. Februar 2014

Rezension zu „Postmortem“ von Dr. Steven A. Koehlers und Dr. Cyril H. Wechts

Postmortem – Gerichtsmediziner auf Verbrecherjagd
Ein ausgezeichneter Einblick in die Arbeit der Gerichtsmediziner

(abr). Postmortem, nach dem Tod, was passiert da eigentlich? Bei ungeklärten Todesfällen, unnatürlichen Todesursachen und Verbrechen werden die Gerichtsmediziner tätig. Dr. Steven A. Koehlers und Dr. Cyril H. Wechts geben in ihrem Buch „Postmortem – Gerichtsmediziner auf Verbrecherjagd“ einen Einblick in ihre Arbeit.

Das umfangreiche Sachbuch vermittelt in sieben Kapiteln den Ablauf der Untersuchungen, beginnend beim Leichenfund bis hin zur Klärung der Todesursache und der Todesart. Immer wieder sind mit einer Lupe versehene Kästen eingefügt, in denen kurz Sachverhalte erklärt werden, wie beispielsweise „Wie man Autopsietechniker wird“. Von Anfang an halten konkrete Beispiele, teils auch sehr prominenter Todesopfer, das Interesse hoch. Zwei Kapitel beleuchten einmal die misslungenen Fälle und einmal die berühmten Fälle, wobei hier zu beachten ist, dass die Autoren Nordamerikaner sind und dementsprechend amerikanische Fälle beschrieben werden. Aber auch wenn der Leser diese berühmten Fälle nicht kennt, sind sie sehr interessant zu lesen.

Sprachlich gelingt den Autoren der Spagat zwischen medizinischer Fachsprache und Alltagssprache, aus dem Englischen von Dorko Rybiczka übersetzt. Alle wichtigen Begriffe werden erklärt, man wird nicht mit Fachbegriffen überfrachtet oder beim Lesen unterfordert. Dr. Steven A. Koehlers und Dr. Cyril H. Wechts vermitteln dem interessierten Leser kompetentes Wissen.

Zahlreiche farbige Bilder und Zeichnungen von Richard Burges unterstützen den Leser, die fachlich fundierten Texte zu verstehen. Die Bilder zeigen alle Arbeitsbereiche der Gerichtsmediziner. Auf den Abbildungen sind unter anderem Verbrennungen, Schussverletzungen, Fußspuren, Skelette und Leichname zu sehen. Diese Bilder könnten als „gruselig“ bezeichnet werden, wobei sie sicherlich weniger beängstigend sind als dass, was in abendlichen Krimisendungen zu sehen ist.

„Postmortem – Gerichtsmediziner auf Verbrecherjagd“ ist alles in allem ein höchst informatives Buch, nicht nur für Fans von „Tatort“ und „CSI“.

© Anke Braun von Literaturtipp.com


Dr. Steven A. Koehlers und Dr. Cyril H. Wechts
Postmortem
Gerichtsmediziner auf Verbrecherjagd
Mit Illustrationen von Richard Burges
Aus dem Englischen von Dorko Rybiczka
Heel Verlag, Königswinter
ISBN 978-3-89880-938-2
Deutsche Erstausgabe, 1. Auflage 2008, 176 Seiten, mit ca. 60 farbigen Abbildungen, Broschur, Format 17,5 x 23,5 cm.
Preis: € 19,95 (D) / € (A) / sFr



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Dienstag, 4. Februar 2014

Literaturtipp zum Welt-Krebs-Tag

Der König aller Krankheiten
Krebs – Eine Biografie

(sl). Im Jahr 2006 wurde von der „Union internationale contre le cancer“, der „Weltgesundheitsorganisation“ sowie weiteren Organisationen der Weltkrebstag ins Leben gerufen. Nunmehr soll jährlich am 4. Februar die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Dazu empfehlen wir Ihnen das Buch „Der König aller Krankheiten. Krebs – Eine Biografie“ von Siddhartha Mukherjee.

Seit über 5.000 Jahren lebt die Menschheit mit Krebs. Ebenso lange stirbt sie daran. Und doch gilt Krebs als eine „moderne“ Erkrankung, weil keine andere Krankheit unsere Zeit dermaßen prägt. Bezeichnend sind die Namen, die man dem Krebs gegeben hat: „König aller Krankheiten“ oder „ein Monster, unersättlicher als die Guillotine“. In seiner perfiden Perfektion, in seiner Anpassungsfähigkeit und seiner Widerstandskraft nimmt der Krebs beinahe menschliche Züge an. Seine Geschichte gleicht einer Biografie: Es ist die Geschichte von Leid, von Forscherdrang, Ideenreichtum und Beharrlichkeit – aber auch von Hochmut, Arroganz und unzähligen Fehleinschätzungen.
Autor Siddhartha Mukherjee, Krebsforscher und praktizierender Onkologe, widmet sich in seinem Buch „Der König aller Krankheiten. Krebs – Eine Biografie“ diesem Thema mit der Präzision eines Zellbiologen, mit der Kenntnis eines Historikers und mit der Passion eines Biografen. Fesselnd erzählt er von der persischen Königin Atossa, deren griechischer Sklave sie möglicherweise von ihrem Brustkrebs geheilt hat, von Erkrankten im 19. Jahrhundert, die erste Bestrahlungen und Chemotherapien über sich ergehen lassen mussten – und immer wieder von seinen eigenen Patienten. Das Sachbuch wirft einen faszinierenden Blick in die Zukunft der Krebsbehandlung und liefert eine brillante neue Perspektive auf die Art, wie Ärzte, Wissenschaftler, Philosophen und Laien den kranken – und den gesunden – Körper während Jahrtausenden begriffen haben.


Siddhartha Mukherjee
Der König aller Krankheiten
Krebs – Eine Biografie
Aus dem Englischen von Barbara Schaden
DuMont Buchverlag, Köln
ISBN 978-3-8321-9644-8
1. Auflage 2012, 670 Seiten, Hardcover gebunden, Format 24 x 16,5 cm.
Preis: € 26.- (D) / € k. A. (A) / sFr 36,50



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Samstag, 1. Februar 2014

Literaturtipp zum Tod von Maximilian Schell

Ich fliege über dunkle Täler
Erinnerungen von Maximilian Schell

(sl). Maximilian Schell ist heute, am 1. Februar 2014, in Innsbruck an den Folgen einer Lungenentzündung im Alter von 83 Jahren verstorben. Der Sohn des Schweizer Schriftstellers Hermann Ferdinand Schell und der österreichischen Schauspielerin Noé von Nordberg wurde am 8. Dezember 1930 in Wien geboren. Schon mit Anfang 20 arbeitete er als Schauspieler, Regisseur und Dramaturg, später spielte er in zahlreichen Hollywood-Filmen mit. Für seine Rolle als Kriegsverbrecher-Anwalt in dem Film „Das Urteil von Nürnberg“ wurde Maximilian Schell mit dem Oscar® ausgezeichnet. Wer mehr über das Leben des beeindruckenden Künstlers lesen möchte, dem sei seine 2012 erschienene Autobiografie „Ich fliege über dunkle Täler“ empfohlen.

„Als Junge hatte ich immer den Traum, dass ich verfolgt werde und renne und renne – immer höher und höher hinauf. Schließlich stehe ich auf einem Balkon oder Bergvorsprung und realisiere: Ich kann jetzt nicht mehr weiter. Und plötzlich fällt mir ein: Ich kann ja fliegen. Ja – natürlich! Ich schwinge mich von der Brüstung ins Bodenlose. Fliege über dunkle Täler. Ich bin frei. Niemand kann mich einsperren. – Ein oft wiederkehrender Traum.“ – Maximilian Schell erzählt erstmals in einem Buch „Ich fliege über dunkle Täler“ Privates wie Berufliches aus allen Phasen seines Lebens, ehrlich, spannend und sprachgewaltig. Von seiner Kindheit in Wien und in einer abgelegenen Alm in Kärnten. Von der Flucht der Familie vor den Nazis und dem Schweizer Exil. Von bitteren Jahren als Kind im Waisenhaus. Von den Erfahrungen als junger Schauspieler in Zürich und im tristen Nachkriegsdeutschland. Vom internationalen Durchbruch. Von den Dreh- und Theaterarbeiten mit Marlon Brando, Judy Garland oder Gustaf Gründgens. Von seinen Begegnungen mit Marlene Dietrich, Orson Welles oder Spencer Tracy. Von seiner Freundschaft mit Friedrich Dürrenmatt, seinem Engagement für Michael Jackson und viele andere Episoden. Das Leben eines großen Künstlers, der als erster deutschsprachiger Schauspieler nach dem Zweiten Weltkrieg einen Oscar gewann und doch von sich sagt: „Ich bin kein Erfolgsmensch. Ich bin Student. Das bleibt auch so.“


Maximilian Schell
Ich fliege über dunkle Täler
Erinnerungen
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg
ISBN 978-3-455-50178-0
1. Auflage 2012, 320 Seiten, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 24 x 16 cm.
Preis: € 24,99 (D) / € 25,60 (A) / sFr 41,50



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Dienstag, 7. Januar 2014

Literaturtipp zum 25. Thronjubiläum des japanischen Kaisers Akihito

(sl). Heute feiert der japanische Kaiser Akihito den 25. Jahrestag seiner Besteigung des Chrysanthementhrons. Gleichzeitig ist dieser Tag aber auch der 25. Todestag seines Vaters und Kaisers Hirohito. Wer sich für das moderne japanische Kaisertum interessiert, dem sei dieses Buch empfohlen: „Der Tennō“ von Ernst Lokowandt.

Der Tennō hat die höchste Autorität im Lande, aber keine Macht. Er ist heute noch der Inhaber der drei Throninsignien, die auf mythische Ursprünge zurückgehen und die dem Enkel der Sonnengöttin bei seinem Herabstieg auf die Erde mitgegeben wurden. Der Kaiser führt heute noch, als oberster Priester des Reiches, Zeremonien durch, an denen die Spitzen des Staates teilnehmen – trotz Trennung von Staat und Religion. Der Tennō ist heute noch bei Handlungen zu sehen, bei denen er das Priestergewand trägt, das in der Heian-Zeit (794 – 1185) entwickelt wurde. All dies bedarf einer Erklärung, die Autor und Japanologe Ernst Lokowandt in seinem Buch „Der Tennō“ kompetent ausführt. Der Schwerpunkt der Ausführungen liegt in der Meiji-Zeit (1868 – 1912), der inhaltliche Schwerpunkt sind der heutige Tennō und die Grundzüge des modernen Kaisertums.


Ernst Lokowandt
Der Tennō
Grundlagen des modernen japanischen Kaisertums
Iudicium Verlag, München
ISBN 978-3-86205-136-6
1. Auflage 2012, 164 Seiten, Broschur.
Preis: € 15.- (D) / € k. A. (A) / sFr k. A.



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Samstag, 4. Januar 2014

Literaturtipp zum 80. Geburtstag von Hellmuth Karasek

(sl). Heute feiert Hellmuth Karasek seinen 80. Geburtstag, zu dem wir herzlichst gratulieren. Der Autor und Literaturkritiker leitete über 20 Jahre lang das Kulturressort des „Spiegel“, war Mitherausgeber des „Berliner Tagesspiegel“ und schreibt bis heute für die „Welt“ und „Welt am Sonntag“. Außerdem ist er in zahlreichen TV-Formaten präsent.

Sein aktuelles Buch trägt den Titel „Frauen sind auch nur Männer“. Es heißt, das Leben schreibe die besten Geschichten – nur kann das Leben halt nicht schreiben. Es braucht einen wie Hellmuth Karasek, der mit scharfem Blick und sprachlicher Eleganz die großen und die kleinen Ereignisse liebevoll und scharfzüngig festhält. Er erzählt von starken Frauen, die auch nur Männer sind, wie es schon in alten Mythen steht, von „Bunga Bunga“ in mediterranen Lotterbetten, von Kuckucksuhren und Pleitegeiern, von Deutschen, die immer Vorfahrt und immer recht haben, von liberalen Doktorspielen und vom Einmarsch der Plagiatoren, von der falsch verstandenen Toleranz der Weichspüler in deutschen Feuilletons, von den Plackereien des Alterns und den Tücken der Reisen mit der Bahn. Dabei fühlt sich Hellmuth Karasek oft wie ein einarmiger Bandit, trifft aber stets den Nagel auf den Kopf. Seine pointierten Glossen zeugen von gnadenloser Beobachtungsgabe, Selbstironie und der Erkenntnis, dass wir gern über das lachen, wovor wir Angst haben.


Hellmuth Karasek
Frauen sind auch nur Männer
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg
ISBN 978-3-455-50287-9
1. Auflage 2013, 176 Seiten, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag.
Preis: € 17,99 (D) / € 18,50 (A) / sFr 28,90




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Freitag, 6. Dezember 2013

Literaturtipp zum Tod von Nelson Mandela

Nelson Mandela
Ein Leben für Freiheit und Versöhnung

Autor Jack Lang strukturiert „Nelson Mandela – Ein Leben für Freiheit und Versöhnung“ in fünf Akten nach großen Figuren europäischer Dramen, Geschichte und Mythologie. Zunächst mag der Ansatz, das Leben Mandelas in die Kapitel „Antigone“, „Spartakus“, „Prometheus“, „Prospero“ und schließlich „König Nelson“ aufzugliedern, befremdlich anmuten. Doch im Verlauf der Lektüre erweisen sich diese Analogien als treffende Kategorien für die verschiedenen Lebensabschnitte in der Biographie Nelson Mandelas.

Antigone als Symbol für die Auflehnung gegen staatliche Willkür, für den Kampf gegen die Ungerechtigkeiten politischen Terrors steht am Beginn von „Nelson Mandela“, wenn der Widerstand der farbigen Bevölkerung unter Mandelas Führung gegen das rassistische Regime der südafrikanischen Regierung einsetzt. Folgerichtig steht Spartakus, der Anführer des Sklavenaufstands gegen Rom im ersten Jahrhundert vor Christus, Pate für den nächsten Abschnitt in der Geschichte des Kampfes gegen die Apartheid. Nelson Mandela ist nun bereits der charismatische und willensstarke Kämpfer gegen ein scheinbar übermächtiges wie unmenschliches Regime, der dann im dritten Akt, „Prometheus“, den Unterdrückten das Feuer bringt, Sinnbild für den aufflammenden Widerstand wie für das Licht der Erkenntnis. Im vierten Akt von „Nelson Mandela“ fungiert Shakespeares Prospero als Bürge, der verantwortungsvolle Fürst, der seine Macht zum Nutzen seines Volkes nutzt. Das Finale im fünften Akt schließlich, „König Nelson“, ist dem Triumph Nelson Mandelas gewidmet, seiner Wahl zum ersten farbigen Präsidenten Südafrikas.

Die Verweise auf große Gestalten der Literatur und Geschichte sind in Jack Langs Biographie keineswegs Selbstzweck, sondern vermögen tatsächlich, Nelson Mandelas Leben zu illustrieren. Schnell wird dem Leser von „Nelson Mandela“ klar, dass sich hier ein Prinzip offenbart, das die aussagekräftigen Paten in eindeutige Beziehung zum Leben Nelson Mandelas setzen kann – die Analogien zu Antigone, Spartakus, Prometheus und Prospero sind geschickt gewählt, ist diesen Figuren doch der unnachgiebige Kampf gegen Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Unfreiheit zu eigen.

„Nelson Mandela“, aus dem Französischen übersetzt von Ingrid Hacker-Klier und mit Schwarzweiß-Fotografien illustriert, ist eine beeindruckende Biographie. Beeindruckend primär aufgrund des hier geschilderten Lebens, eines Lebens, das gegen alle Widrigkeiten der Auflehnung gegen rassistische Willkür gewidmet ist. Das Buch ist eine rundum empfehlenswerte Biographie: Fesselnd geschrieben, dabei aber durchaus sachlich, nicht unkritisch, illustriert mit Fotos und abrundend ergänzt durch drei Reden Mandelas sowie ein Verzeichnis mit weiterführender Literatur und einem Vorwort von Nadine Gordimer.

Jack Lang schreibt in leichter, gut lesbarer Weise über einen Mann, der schon zu Lebzeiten ein Mythos geworden ist. Angesichts allein der Tatsache, dass Nelson Mandela 27 Jahre inhaftiert war, scheinen Superlative, denen gegenüber eigentlich immer Skepsis angeraten ist, durchaus legitim. Nicht nur die präzise, aber nicht zu detailverliebte Schilderung Jack Langs, auch nicht nur die aus Literatur und Geschichte gezogenen, bereichernden Analogien offenbaren die Qualität von „Nelson Mandela. Ein Leben für Freiheit und Versöhnung“, sondern gerade seine ungebrochene Aktualität. Die sagenhaften Paten könnten ohne weiteres ausgetauscht werden gegen historische Figuren wie beispielsweise Sokrates, W. Raleigh oder A. Solschenizyn – Nelson Mandela ist in diese Reihe zu Unrecht verfolgter Menschen einzuordnen, als Sinnbild für die Hoffnung.


Jack Lang
Nelson Mandela
Ein Leben für Freiheit und Versöhnung
Aus dem Französischen von Ingrid Hacker-Klier
Artemis & Winkler Verlag, Düsseldorf
ISBN 3-538-07222-1
1. Auflage 2006, 230 Seiten, mit 11 s/w-Fotos, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 13 x 20,5 cm.
Preis: € 19,90 (D) / € 20,50 (A) / sFr 34,90



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Donnerstag, 5. Dezember 2013

Literaturtipp zum Internationalen Tag des Ehrenamtes

(sl). Heute ist der internationale Tag des Ehrenamtes. Der seit 1986 bestehende Gedenk- und Aktionstag soll dazu dienen, das ehrenamtliche Engagement zu fördern und anzuerkennen.
Doch es gilt auch an so einem Tag, das Thema Ehrenamt kritisch zu hinterfragen. Das macht Autorin Claudia Pinl in „Freiwillig zu Diensten? – Über die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit“, ein Buch, das polarisieren will und wird, aber genau deswegen so wichtig ist.

23 Millionen Ehrenamtliche arbeiten in Deutschland in Kleiderkammern, in Kitas und in Schulen. Sie betreuen Kranke, sie sitzen an den Kassen von Theatern und Schwimmbädern, pflegen kommunales Grün und steuern den „Bürgerbus“. Alles unbezahlt, alles fürs Gemeinwohl.
Schön, wenn Menschen sich für andere engagieren. Es hilft auch den Helfenden, macht zufrieden, vermittelt neue Einsichten und Kontakte. Und verschleiert den Blick. Vor lauter Begeisterung über „bürgerschaftliches Engagement“ sehen wir nicht mehr, woher die vielen Armen im Lande kommen. Wir nehmen den Zusammenhang nicht wahr zwischen kaputt gesparten Kommunen, Einschnitten im sozialen Netz, der Konzentration des Reichtums bei wenigen und den Dauer-Appellen an uns alle, bitte mit auszuhelfen. Die Freiwilligen halten mit ihrer Gratisarbeit nicht nur den Betrieb in Pflegeheimen, Kitas und Schwimmbädern aufrecht. Sie tragen auch dazu bei, den Niedriglohn-Sektor auszudehnen und die Arbeit von Hauptamtlichen zu dequalifizieren. Sie stopfen Löcher, die politische Entscheidungen ins Sozialwesen, die Bildung und die Infrastruktur gerissen haben. Und werden von den Politikern am „Ehrenamts-Tag“ dafür belobigt. Warum noch für Arbeit bezahlen, wenn Ehrenamtliche sie umsonst oder für ein Taschengeld verrichten?
Claudia Pinl zerstört das hehre Bild des „bürgerschaftlichen Engagements“, wie es uns von Professoren, Politikern und Ehrenamts-Profis präsentiert wird. Die Autorin appelliert an die Freiwilligen, nicht länger den Ausputzer für politische Fehlentscheidungen zu machen. Und an die Politik, öffentliche Aufgaben im Sozialen, in der Bildung und im Kommunalen wieder öffentlich finanzierbar zu machen.


Claudia Pinl
Freiwillig zu Diensten?
Über die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit
Nomen Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-939816-18-8
1. Auflage 2013, 144 Seiten, Broschur gebunden, Format 13,5 x  21 cm.
Preis: € 14,90 (D) / € k. A. (A) / sFr k. A.



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Montag, 2. Dezember 2013

Kurzvorstellung: „50 Jahre Knaur Taschenbuch 1963 – 2013“

50 Jahre Knaur Taschenbuch 1963 – 2013
Chronik des Verlages – Verzeichnis aller erschienenen Titel

(sl). Auf ein halbes Jahrhundert Firmengeschichte kann in diesem Herbst der Knaur Taschenbuch Verlag zurückblicken und hat anlässlich dieses runden Geburtstages gleich ein Jubiläums-Taschenbuch veröffentlicht: „50 Jahre Knaur Taschenbuch 1963 – 2013“. Das von Autor Günther Fetzer unter der Mitarbeit von Lisa Hofmann sowie Johanna Heuering und Vera Kraus erarbeitete Werk listet nicht nur alle Autoren und ein Verzeichnis aller erschienenen Bücher des letzten halben Jahrhunderts auf, sondern erzählt auch die Geschichte des Verlages von der Dampfbuchbinderei zum Taschenbuch. Auf die fünf erfolgreichsten Autoren, wie Jürgen Thorwald oder Sebastian Fitzek, wird nochmals gesondert und ausführlich eingegangen sowie auf das Thema 50 Jahre Marketing im Taschenbuchbereich. Illustriert ist die Verlagschronik mit zahlreichen Abbildungen von Buchcovern, Autorenfotos sowie Bildern aus den Verlagsarchiven.

„50 Jahre Knaur Taschenbuch 1963 – 2013“ lädt zum Blättern und Entdecken, zum Stöbern und Staunen ein. Auf die nächsten 50 Jahre!

© Steffani Lehmann von Literaturtipp.com


Günther Fetzer
50 Jahre Knaur Taschenbuch 1963 – 2013
Chronik des Verlages – Verzeichnis aller erschienenen Titel
Knaur Taschenbuch Verlag, München
ISBN 978-3-426-78656-7
1. Auflage 2013, 432 Seiten, mit zahlreichen meist farbigen Abbildungen, Klappenbroschur, Format 12,5 x 19 cm.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr k. A.



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