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Donnerstag, 8. Januar 2015

Rezension zu „Elvis 1935 – 1977“

Elvis 1935 – 1977
Einzigartiger Bildband in limitierter Auflage zum 25. Todestag von Elvis Presley

(sl). Als Elvis Presley am 16. August 1977 mit nur 42 Jahren starb, stürzte die unfassbare Nachricht Millionen Fans in große Trauer. Anlässlich dieses Gedenktages hat Autor Robert Gordon einen beachtenswerten Bildband geschrieben: „Elvis 1935 – 1977“, in limitierter Auflage erschienen.

Schon das Format zieht den Blick auf sich: Einer Langspielplatte ähnlich sehend, steckt das Buch in einem Schuber. Nimmt man es heraus, ist es spätestens beim Öffnen um einen geschehen, denn dieser Bildband ist einfach genial – und selbst das ist noch untertrieben. Dabei sei anzumerken, dass ich gar kein Elvis-Fan bin und trotzdem war ich restlos begeistert. Für einen echten Fan dürfte „Elvis 1935 – 1977“ wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen sein.

Die 64 Seiten stecken voller Überraschungen: Auf der zum Buch gehörenden exklusiven Audio-CD sind 60 Minuten Originalinterviews aus den Jahren von 1955 bis 1972 von Elvis zu hören. Zahlreiche herausnehmbare Faksimiles machen den Bildband zu einem Sammelsurium von persönlichen Erinnerungsstücken, die Elvis’ Leben begleiteten: Angefangen von seinem aufklappbaren Lieblingsbuch, über die Quittung seiner ersten Gage bis hin zu einem Liebesbrief an seine Freundin. Aber auch Dinge, die jeder Fan sammeln würde, sind in „Elvis 1935 – 1977“ noch mal zu sehen und teilweise in die Hand zu nehmen: Erste Werbefotos mit Autogramm von Sun Records, ein Kinoprogramm von „King Creole“ oder auch verschiedene Eintrittskarten. Alles in so hoher Qualität, als seien sie wirklich echt. Für „Elvis 1935 – 1977“ hat das Elvis-Presley-Archiv in Graceland erstmals die Reproduktion dieser ausgewählten Dokumente gestattet.

Der kenntnisreiche Text von Autor Robert Gordon liest sich, als würde ein enger Freund Elvis’ Geschichte erzählen. Einfühlsam und sehr persönlich geschrieben, zieht sein Leben beim Lesen an einem vorbei: Elvis Aron Presley, dessen Musik, seine Ausstrahlung und sein überwältigender Erfolg Musik- und Showgeschichte schrieben – uund für dessen Ruhm er einen hohen Preis bezahlte: sein früher Tod. Der „King of Rock ’n’ Roll“, wie Elvis schon zu Lebzeiten genannt wurde, war und ist eine Legende.

In „Elvis 1935 – 1977“ wird ein authenti­sches Bild des legendären Künstlers gezeigt – ein einzigartiger Bildband und ein unvergleichliches Sammlerstück!

© Steffani Lehmann von Literaturtipp.com


Robert Gordon
Elvis 1935 – 1977
Goldmann Verlag, München
ISBN 3-442-30985-9
Limitierte Auflage 2002, 64 Seiten, mit Audio-CD, durchgehend farbig illustriert, Hardcover gebunden im Schuber, Großformat 31 x 27,5 cm.
Preis: € 49,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 81,50




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Mittwoch, 11. Juni 2014

Literaturtipp zum 150. Geburtstag von Richard Strauss

Richard Strauss
Musik der Moderne

(sl). Anlässlich des 150. Geburtstages von Richard Strauss am 11. Juni 2014 erscheint von einem der führenden Musikwissenschaftler der Gegenwart, Laurenz Lütteken, eine neue Biografie über den Komponisten: „Richard Strauss – Musik der Moderne“.

Richard Strauss gilt als Fremdkörper in der Musik des 20. Jahrhunderts: Die einen subsumieren ihn unter dem Stichwort „Spätromantik“, die anderen erblicken in ihm einen Verräter an der Moderne oder auch einen durch sein Verhalten im Nationalsozialismus diskreditierten Opportunisten. Zugleich jedoch ist seine Musik in den letzten Jahren auf erstaunliche Weise in das Repertoire der Opernhäuser und Orchester zurückgekehrt – weit über „Elektra“ oder den „Rosenkavalier“ hinaus.
Als Mensch blieb Strauss unnahbar. Mit Äußerungen zu seinem Werk und zu seinem Leben hielt er sich extrem zurück. Als einer der wenigen bedeutenden Komponisten verzichtete er zudem auf die Ausbildung von Schülern oder die Versammlung von „Jüngern“. So existiert lediglich eine Fülle von Anekdoten über ihn.
Autor Laurenz Lütteken nähert sich dem großen Komponisten in „Richard Strauss – Musik der Moderne“ endlich einmal fernab der Klischees an und leistet dabei Pionierarbeit: Er zeigt Strauss als Verkörperung seiner Zeit, der Moderne, und eröffnet somit einen neuen Zugang zum Verständnis seines Werks und seines Lebens.


Laurenz Lütteken
Richard Strauss
Musik der Moderne
Philipp Reclam jun. Verlag, Ditzingen
ISBN 978-3-15-010973-1
1. Auflage 2014, 319 Seiten, mit 17 Abbildungen, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 12,2 x 19,5 cm.
Preis: € 29,95 (D) / € 30,80 (A) / sFr 40,90



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Dienstag, 20. Mai 2014

Literaturtipp zum 70. Geburtstag von Joe Cocker

Joe Cocker – Die Biografie
Mit Gänsehaut durch die Jahrzehnte

(sl). Seinen 70. Geburtstag feiert heute Rocklegende Robert John „Joe“ Cocker. Und pünktlich zu diesem Anlass ist „Joe Cocker – Die Biografie. Mit Gänsehaut durch die Jahrzehnte“ von Christof Graf erschienen.

„Musik ist mein Leben. Singen ist mein Leben. Die ehrliche Art, durch Musik mit einem Publikum zu kommunizieren. Und immer weiterzumachen, auch wenn man einmal auf die Nase fällt.“ Mit diesen einfachen Worten erläuterte Joe Cocker im Gespräch mit Christof Graf sein Erfolgsrezept. Ein Welterfolg, der seit nun schon sechs (!) Jahrzehnten anhält. 1968 schaffte er es zum ersten Mal in die britischen Singlecharts, mit dem Song „Marjorine“ bis Platz 48. Schon mit der nächsten Single, dem Beatles-Song „With A Little Help From My Friends“ gelang ihm Ende 1968 der große Durchbruch: Platz 1 in England, immerhin Platz 3 in Deutschland. Beim legendären Woodstock-Festival 1969 bewies er dann er dann auch seine Live-Qualitäten.
Christof Graf hat Joe Cocker mehrfach persönlich getroffen und ausführlich interviewt. In seinem Buch „Joe Cocker – Die Biografie. Mit Gänsehaut durch die Jahrzehnte“ berichtet er von den Begegnungen mit diesem charismatischen Weltstar. Seit Ende der 1960er gilt der aus dem englischen Sheffield stammende Cocker als unkaputtbare Woodstocklegende, denn in den 70ern gab er sich ausschweifend Alkohol und Drogen hin. Zu Beginn der 80er schaffte er aber ein beeindruckendes Comeback im Duett mit Jennifer Warnes: „Up Where We Belong“. Seither hatte Joe Cocker mit jedem seiner bisher 22 Alben jeweils mindestens einen Top-Ten- oder gar Nr.1-Hit mit Gänsehaut-Charakter abgeliefert, „Summer In The City“, „You Are So Beautiful“, „Leave Your Hat On“, „Unchain My Heart“ und einige mehr. Im Ruhestand ist Joe Cocker, Jahrgang 1944, aber noch lange nicht, denn, so verriet er Christof Graf: „Allzuviel Freizeit vertrage ich nicht, dann fühle ich, ich muss meine Stimme benutzen.“


Christof Graf
Joe Cocker – Die Biografie
Mit Gänsehaut durch die Jahrzehnte
Hannibal Verlag, Innsbruck
ISBN 978-3-8544-5445-8
1. Auflage 2014, 240 Seiten, Hardcover gebunden, Format 16 x 24 cm.
Preis: € 19,99 (D) / € k. A. (A) / sFr k. A.



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Mittwoch, 14. Mai 2014

Rezension zum 70. Geburtstag von George Lucas

(sl). Heute feiert einer der bekanntesten Filmemacher seinen 70. Geburtstag: George Lucas. Er ist eine lebende Legende der Filmgeschichte. Generationen von Zuschauern hat das Allround-Talent mit seinen Visionen, seinen mythischen Erzählungen und bahnbrechenden visuellen Effekten in den Bann gezogen. Autor Marcus Hearn zeichnet im luxuriösen Bildband „Das Kino des George Lucas“ die Karriere des Filmemachers über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten – von seinen studentischen Kurzfilmen bis hin zu seinen großen Projekten als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent – nach. Das einzige offizielle und von George Lucas persönlich autorisierte Buch vereint über 500 Abbildungen, darunter viele unbekannte Fotos, aus dem Leben und Schaffen des Künstlers, ergänzt durch fundierte Informationen und exklusive Interviews.


Das Kino des George Lucas
Der einzige autorisierte Bildband über Leben und Werk des Filmemachers

(asp). Am 14. Mai 1944 kam George Walton Lucas Jr. als Sohn von Dorothy und George Lucas Senior im friedlichen Städtchen Modesto zur Welt. Er war kein herausragender Schüler, hatte aber schon früh ein reges Interesse an Literatur und Geschichte, verschlang Romane und Comic-Hefte und besaß eine blühende Fantasie. Kurz vor seinem Highschool-Abschluss entschloss er sich zum Besuch der renommierten „University of Southern California“. Mit Filmstudien im Hauptfach hoffte er auf diese Weise, sein Interesse an Kunst und Fotografie weiter verfolgen zu können. Schnell entdeckte er seine Leidenschaft und sein Talent zur Filmkunst. „Als ich auf die Filmhochschule kam, hatte ich keinen blassen Schimmer vom Filmemachen, aber sobald ich meinen ersten Film gemachte hatte, dachte ich mir: Na bitte, ich bin genau der Richtige dafür“, berichtet George Lucas rückblickend – mittlerweile als lebende Legende der Filmgeschichte.

Der beispielslosen Karriere des vielseitigen Filmemachers von seinen studentischen Dokumentarfilmen bis hin zu seinen großen Projekten als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur widmet sich Autor Marcus Hearn in dem luxuriösen Bildband „Das Kino des Georges Lucas“ – übrigens das einzige offizielle und von George Lucas persönlich autorisierte Buch. Generationen von Zuschauern hat George Lucas mit seiner Vision, seinen mythischen Erzählungen und seinen bahnbrechenden visuellen Effekten in den Bann gezogen.

In acht Kapiteln führt das aus dem Amerikanischen von George Guillemin übersetzte, opulent ausgestattete Werk seine Leser durch das Leben der Filmlegende und wirft einen Blick hinter die Kulissen seiner Erfolge von „American Graffiti“ bis zum neusten und letzten Teil der berühmten „Star Wars“-Saga: „Star Wars – Episode III“. Kurzweilig führen die interessanten Texte durch ein bewegtes Leben und gleichzeitig ein Stück Filmgeschichte, nehmen Bezug auf exklusive neue Interviews, Bilder und Informationen.

Schauspieler, Produzent und Regisseur Ron Howard berichtet im Vorwort von seinen persönlichen Erlebnissen mit George Lucas. Im Anhang finden sich neben einer alphabetisch geordneten Filmografie und Anmerkungen zu Interviewpartnern, Abkürzungen und Quellen, eine Bibliografie, ein Register und ein Bildnachweis.

Neben mehr als 500 zumeist farbigen Abbildungen auf hochwertigem Kunstdruckpapier – darunter seltene und bisher unveröffentlichte Fotografien aus den frühesten Tagen von „THX 1138“ über „Indianer Jones“ bis zu jüngsten Filmerfolgen – vereint „Das Kino des George Lucas“ zahlreiche spannende Dokumente wie Drehpläne, Produktionsnotizen, Konzeptzeichnungen und Filmplakate, die hier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dem Leser wird damit ein beispielsloser Blick hinter die Kulissen von Filmen wie „Indianer Jones“ oder „Krieg der Sterne“ und in die Archive von Lucasfilm eröffnet.

Insbesondere das fantastische Bildmaterial und die aufwendige Gestaltung des Bildbandes „Das Kino des George Lucas“ lassen den Betrachter ins Schwelgen geraten. Gemeinsam mit den fundierten Texten wird dieser hochwertige Band mit Sicherheit zu einem Klassiker in der Filmliteratur.

George Lucas hat Meilensteine in der Entwicklung der Filmbranche gesetzt, „Das Kino des George Lucas“ setzt ihm nun einen unvergleichbaren Meilenstein – ein Muss für alle Fans und Liebhaber der Filmgeschichte!


Marcus Hearn
Das Kino des George Lucas
Aus dem Amerikanischen von George Guillemin
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin
ISBN 3-89602-644-5
1. Auflage 2005, 264 Seiten, mit über 500 Abbildungen, davon 435 in Farbe, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Querformat 30 x 27 cm.
Preis: € 49,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 85,50



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Donnerstag, 1. Mai 2014

Literaturtipp zum 20. Todestag von Ayrton Senna

Ayrton Senna
Ein Leben am Limit

(sl). 20 Jahre ist es heute her, dass der Brasilianer Ayrton Senna in Imola beim Formel-1-Rennen in den Tod raste. Mit ihm starb damals einer der beliebtesten und erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten. Autor Tom Rubython beschreibt in „Ayrton Senna – Ein Leben am Limit“ alle Facetten des bemerkenswerten Menschen und Sportlers.

Am 1. Mai 1994 steht um kurz nach 14 Uhr die Welt plötzlich still: Ayrton Senna, charismatische Kultfigur der Formel 1, ist mit seinem Williams-Renault in eine Begrenzungsmauer an der Tamburello-Kurve in Imola gerast. Niemand weiß, was genau passiert ist. Viele aber spüren, dass sie in diesem Bruchteil einer Sekunde einen der besten Rennfahrer aller Zeiten verloren haben.
Ayrton Senna war ein sehr beliebter, nachdenklicher und charismatischer Mensch. Die Härte, die er im Zweikampf mit anderen Weltklasse-Piloten während seiner über 20-jährigen Karriere gern zeigte, wich im Privaten einer großen Sensibilität und Menschlichkeit. Die außergewöhnliche Kombination seiner Eigenschaften machte ihn nicht nur im Rennsport-Zirkus zu etwas Besonderem.
Das haben seine Fans in allen Ländern der Welt bis heute nicht vergessen. Mit dem Buch „Ayrton Senna – Ein Leben am Limit“ finden sie endlich eine Biografie, die der Ausnahmeerscheinung Senna gerecht wird. Mit viel Akribie und großer Nähe zu seinen Wegbegleitern hat Autor Tom Rubython ein Meisterwerk geschaffen, das Ayrton Sennas Leben in allen Facetten beschreibt.
Nicht nur Sennas erhabenes Wirken auf der Rennstrecke, sein Eintreten für mehr Sicherheit und für die Rechte der Rennfahrer stehen hier im Fokus, sondern auch sein „normales“ Leben, sein soziales Engagement und seine Gefühlswelt. Diese einzigartige Biografie mit einem Vorwort von Gerhard Berger darf in keinem Bücherregal fehlen!


Tom Rubython
Ayrton Senna
Ein Leben am Limit
Aus dem Englischen von
Delius Klasing Verlag, Bielefeld
ISBN 978-3-7688-3685-2
1. Auflage 2013, 608 Seiten, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 16,3 x 23 cm.
Preis: € 29,90 (D) / € 30,80 (A) / sFr 40,90



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Freitag, 28. Februar 2014

Literaturtipp zur Ausstellungseröffnung „Mythos Chanel“ in Hamburg

Die Kunst, Chanel zu sein
Coco Chanel erzählt ihr Leben

(sl). Coco Chanel, die erste Unternehmerin, die mit Stil, Eleganz und eiserner Disziplin ein Weltimperium schuf, wusste, worauf es ankommt. Sie erfand das „kleine Schwarze“, schnitt alte Zöpfe ab und lebte vor, dass es großen Spaß macht, selbst Geld zu verdienen. Heute öffnet die Ausstellung „Mythos Chanel“ im Hamburger „Museum für Kunst und Gewerbe“ seine Pforten. Wer mehr über Coco Chanel erfahren möchte, dem sei das bereits in achter Auflage erschienene Buch „Die Kunst, Chanel zu sein“ empfohlen, eine schön ausgestattete Geschenkausgabe mit zahlreichen Fotos von weltberühmten Photografen.
„Ich habe dem Körper der Frau seine Freiheit wiedergegeben.“ Mit der Erfindung des „kleinen Schwarzen“, lässiger Jersey-Mode, unkompliziertem Modeschmuck und dem ersten synthetischen Duft – „Chanel No. 5“ – zeigte Gabrielle Chanel, genannt Coco, dass Emanzipation und Eleganz unbedingt zusammengehören. „Ich war die Erste, die so gelebt hat, wie es dem Jahrhundert angemessen war.“ Sie verbannte Korsetts, Rüschen und aufwendige Frisuren – und erkannte früh, dass der eigentliche Schlüssel zur Freiheit eigenes Geld war. Für ihre Unabhängigkeit war sie bereit, einen hohen Preis zu bezahlen: Sie blieb zeitlebens allein. In frischem Plauderton, mit scharfem Witz und gnadenloser Selbstanalyse erzählte sie dem Schriftsteller Paul Morand ihr Leben – so wie sie es gesehen haben wollte: die entbehrungsreiche Kindheit, die ihren Stolz und ihre Disziplin begründete, die Anfänge als Hutmacherin, die ersten Kleider, die sie in Deauville aus Herrenpullovern schneiderte, der rasante Aufbau eines Modeimperiums, ihre Freundschaften zu Picasso, Strawinsky und Cocteau – und ihre Liebesgeschichten, aus denen sie sich immer wieder befreite, um sich ihrer Arbeit widmen zu können. „Wie ich Leidenschaft hasse! Welch ein Gräuel, welch schreckliche Krankheit!“


Paul Morand
Die Kunst, Chanel zu sein
Coco Chanel erzählt ihr Leben
Aus dem Französischen von Annette Lallemand
Schirmer und Mosel Verlag, Ort
ISBN 978-3-86555-068-2
8. Auflage 2014, 288 Seiten, mit 23 Abbildungen, Hardcover gebunden, Format 12,5 x 20,5 cm.
Preis: € 19,80 (D) / € 20,40 (A) / sFr 28,50



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Sonntag, 2. Februar 2014

DVD-Tipp zum Tod von Philip Seymour Hoffman

Capote
Ausgezeichnete Darstellung des großen US-Schriftstellers

(sl). Philip Seymour Hoffman ist heute im Alter von nur 46 Jahren tot aufgefunden worden. Der amerikanische Schauspieler ist vor allem durch seine zahlreichen Nebenrollen in großen Kinofilmen bekannt geworden. Für seine geniale Darstellung des Schriftstellers Truman Capote wurde er mit dem Oscar® als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Deswegen sei besonders dieser Film jedem Literaturliebhaber ans Herz gelegt.

Im November 1959 fesselt der Mord an einer Kleinstadt-Familie in Kansas die Fantasie von Truman Capote, den berühmten Autor von „Frühstück bei Tiffany“. Gemeinsam mit seiner Jugendfreundin Harper Lee, Autorin des kurz vor der Veröffentlichung stehenden Romans „Wer die Nachtigall stört“, macht sich Capote an die Recherchen vor Ort. Trotz seines großspurigen Auftretens gelingt es ihm, die Einwohner auf seine Seite zu ziehen. Während er eine gute Verbindung zu den Mördern aufbaut und das Datum ihrer Hinrichtung immer näher rückt, fordert die Arbeit an „Kaltblütig“ – dem Buch, das die Entwicklung der amerikanischen Literatur maßgeblich beeinflussen wird – einen hohen Preis von Capote und verändert ihn auf eine Weise, wie er es nie erwartet hätte...


Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Clifton jr. Collins
Capote
Regie: Bennet Miller
ASIN: B00D80FYMS
Erscheinungsjahr 2013; Blu-ray 1 DVD; Laufzeit: 114 Minuten; FSK: 12 Jahre; Format: Letterboxed, Widescreen; Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1; Region: B/2; Sprache: Deutsch (Dolby TrueHD 5.1), Englisch (Dolby TrueHD 5.1).
Preis: € 13,99 (D)



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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Literaturtipp zum 150. Geburtstag von Edvard Munch

Edvard Munch
Tanz des Lebens – Eine Biografie

(sl). Heute wäre der norwegische Maler Edvard Munch 150 Jahre alt geworden. Der Reclam Verlag hat anlässlich dieses besonderen Geburtstages eine beachtenswerte Biografie über den Künstler veröffentlicht: „Edvard Munch – Tanz des Lebens“ von Hans Dieter Huber.

Edvard Munch war seiner Zeit weit voraus. Während er zu Lebzeiten mit seinen Gemälden Stürme der Entrüstung entfesselte, strömen die Menschen heute in seine Ausstellungen, werden Werke für Millionenbeträge international gehandelt. Der norwegische Künstler brach mit vielen tradierten Regeln der Malerei und malte nicht nur, was er erlebte, fühlte und erlitt, sondern entwickelte seine Gemälde sehr geplant und genau. Damit beeinflusste er vorauswirkend die Kunst des 20. Jahrhundert. Hans Dieter Huber wirft in dieser Monographie Schlaglichter auf den sprichwörtlich modernen Künstler Munch: Das Leben selbst, die Freunde und die Medien sind die Koordinaten, die für die Bestimmung des Menschen und Künstlers Munch entscheidend sind. „Eine Biographie über Edvard Munch zu schreiben, ist wie eine Bildinterpretation. Die Lebenswelt des Malers wird neu interpretiert“, sagt Hans Dieter Huber, Professor für Kunstgeschichte der Gegenwart, Kunsttheorie und Ästhetik an der „Staatlichen Akademie der Bildenden Künste“ Stuttgart.


Hans Dieter Huber
Edvard Munch
Tanz des Lebens – Eine Biografie
Philipp Reclam jun. Verlag, Ditzingen
ISBN 978-3-15-010937-3
1. Auflage 2013, 198 Seiten, mit 26 s/w- und 16 farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 12,2 x 19,5 cm.
Preis: € 19,95 (D) / € 20,50 (A) / sFr 28,50



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Freitag, 6. Dezember 2013

Literaturtipp zum Tod von Nelson Mandela

Nelson Mandela
Ein Leben für Freiheit und Versöhnung

Autor Jack Lang strukturiert „Nelson Mandela – Ein Leben für Freiheit und Versöhnung“ in fünf Akten nach großen Figuren europäischer Dramen, Geschichte und Mythologie. Zunächst mag der Ansatz, das Leben Mandelas in die Kapitel „Antigone“, „Spartakus“, „Prometheus“, „Prospero“ und schließlich „König Nelson“ aufzugliedern, befremdlich anmuten. Doch im Verlauf der Lektüre erweisen sich diese Analogien als treffende Kategorien für die verschiedenen Lebensabschnitte in der Biographie Nelson Mandelas.

Antigone als Symbol für die Auflehnung gegen staatliche Willkür, für den Kampf gegen die Ungerechtigkeiten politischen Terrors steht am Beginn von „Nelson Mandela“, wenn der Widerstand der farbigen Bevölkerung unter Mandelas Führung gegen das rassistische Regime der südafrikanischen Regierung einsetzt. Folgerichtig steht Spartakus, der Anführer des Sklavenaufstands gegen Rom im ersten Jahrhundert vor Christus, Pate für den nächsten Abschnitt in der Geschichte des Kampfes gegen die Apartheid. Nelson Mandela ist nun bereits der charismatische und willensstarke Kämpfer gegen ein scheinbar übermächtiges wie unmenschliches Regime, der dann im dritten Akt, „Prometheus“, den Unterdrückten das Feuer bringt, Sinnbild für den aufflammenden Widerstand wie für das Licht der Erkenntnis. Im vierten Akt von „Nelson Mandela“ fungiert Shakespeares Prospero als Bürge, der verantwortungsvolle Fürst, der seine Macht zum Nutzen seines Volkes nutzt. Das Finale im fünften Akt schließlich, „König Nelson“, ist dem Triumph Nelson Mandelas gewidmet, seiner Wahl zum ersten farbigen Präsidenten Südafrikas.

Die Verweise auf große Gestalten der Literatur und Geschichte sind in Jack Langs Biographie keineswegs Selbstzweck, sondern vermögen tatsächlich, Nelson Mandelas Leben zu illustrieren. Schnell wird dem Leser von „Nelson Mandela“ klar, dass sich hier ein Prinzip offenbart, das die aussagekräftigen Paten in eindeutige Beziehung zum Leben Nelson Mandelas setzen kann – die Analogien zu Antigone, Spartakus, Prometheus und Prospero sind geschickt gewählt, ist diesen Figuren doch der unnachgiebige Kampf gegen Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Unfreiheit zu eigen.

„Nelson Mandela“, aus dem Französischen übersetzt von Ingrid Hacker-Klier und mit Schwarzweiß-Fotografien illustriert, ist eine beeindruckende Biographie. Beeindruckend primär aufgrund des hier geschilderten Lebens, eines Lebens, das gegen alle Widrigkeiten der Auflehnung gegen rassistische Willkür gewidmet ist. Das Buch ist eine rundum empfehlenswerte Biographie: Fesselnd geschrieben, dabei aber durchaus sachlich, nicht unkritisch, illustriert mit Fotos und abrundend ergänzt durch drei Reden Mandelas sowie ein Verzeichnis mit weiterführender Literatur und einem Vorwort von Nadine Gordimer.

Jack Lang schreibt in leichter, gut lesbarer Weise über einen Mann, der schon zu Lebzeiten ein Mythos geworden ist. Angesichts allein der Tatsache, dass Nelson Mandela 27 Jahre inhaftiert war, scheinen Superlative, denen gegenüber eigentlich immer Skepsis angeraten ist, durchaus legitim. Nicht nur die präzise, aber nicht zu detailverliebte Schilderung Jack Langs, auch nicht nur die aus Literatur und Geschichte gezogenen, bereichernden Analogien offenbaren die Qualität von „Nelson Mandela. Ein Leben für Freiheit und Versöhnung“, sondern gerade seine ungebrochene Aktualität. Die sagenhaften Paten könnten ohne weiteres ausgetauscht werden gegen historische Figuren wie beispielsweise Sokrates, W. Raleigh oder A. Solschenizyn – Nelson Mandela ist in diese Reihe zu Unrecht verfolgter Menschen einzuordnen, als Sinnbild für die Hoffnung.


Jack Lang
Nelson Mandela
Ein Leben für Freiheit und Versöhnung
Aus dem Französischen von Ingrid Hacker-Klier
Artemis & Winkler Verlag, Düsseldorf
ISBN 3-538-07222-1
1. Auflage 2006, 230 Seiten, mit 11 s/w-Fotos, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 13 x 20,5 cm.
Preis: € 19,90 (D) / € 20,50 (A) / sFr 34,90



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Freitag, 22. November 2013

Literaturtipp zum 50. Todestag von John F. Kennedy

Heute jährt sich das Attentat auf Präsident Kennedy zum 50. Mal. John F. Kennedy war nicht nur der erste Politstar des Westens, bis heute gilt der charismatische Präsident Amerikas als Sinnbild von politischer Karriere und Macht, der die Welt maßgeblich beeinflusst hat. Um seinen Tod ranken sich verschiedene Verschwörungstheorien, seine Affären sind legendär. Erst Jahre später kam zum Vorschein, dass John F. Kennedy ein kranker Mann war, der mit ständigen Rückenschmerzen zu kämpfen hatte und der die Weltöffentlichkeit mit einem inszenierten Familienleben umgarnte. So wird der „Mythos Kennedy“ bis heute genährt und findet auch in jungen Generationen immer noch Bewunderer.


Mythos Kennedy
Opulenter Bildband über das „Amerikanische Königshaus“

(pr). Kennedy-Biographien gibt es viele, doch nur die wenigsten reichen an das heran, was Gero von Boehm in seinem opulenten Bildband „Mythos Kennedy“ bietet: Rose und Joe, John F. und Bobby sowie Jackie sind die Familienmitglieder des Kennedy-Clans, deren Leben und Sterben eindrucksvoll erzählt wird. Alle kenntnisreichen Texte basieren auf Aussagen von Zeitzeugen, 90 Prozent der Bilder wurden noch nie zuvor veröffentlicht. Das eindrucksvolle Werk wurde bereits zum 40. Jahrestag des Kennedy-Attentates veröffentlicht, ist aber bis heute unerreicht.


Gero von Boehm
Mythos Kennedy
Collection Rolf Heyne, München
ISBN 3-89910-214-2
Originalausgabe, 240 Seiten, mit über 100 meist farbigen Fotos, Hardcover gebunden mit transparentem Schutzumschlag, Format 23 x 30 cm.
Preis: € 25.- (D) / € 25,70 (A) / sFr 42,70




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