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Montag, 3. März 2014

Kurzvorstellung Neuerscheinung von Wolf Serno

Der Medicus von Heidelberg
Wolf Serno macht medizinische Geschichte erlebbar

(sl). Heute erscheint der neue historische Roman von Wolf Serno: „Der Medicus von Heidelberg“. Der Autor, dessen Romane eine Gesamtauflage von über 1,7 Millionen Exemplare haben, weiß seine Leser durch großes Detailwissen über historische Medizin zu begeistern und macht so Geschichte erlebbar.

Als der junge Lukas mit der Überlandkutsche nach Erfurt fährt, um dort sein Medizinstudium aufzunehmen, ahnt er nicht, dass diese Reise sein ganzes Leben verändern wird. Denn nach einem blutigen Überfall sieht er sich unversehens in der Verantwortung für eine leibhaftige Prinzessin. Es ist Odilie, die schöne Tochter des Kurfürsten Philipp von der Pfalz. Um sie vor einem Schicksal als Geisel zu bewahren, soll er sie unerkannt nach Heidelberg ins Schloss ihres Vaters bringen. Auf der langen Wanderung erweist sich Odilie als hochnäsig und kratzbürstig, und erst, als sie ernstlich erkrankt und dank Lukas’ Fürsorge wieder gesund wird, beginnt sie, seine Liebe zu erwidern. Doch Odilie ist längst einem anderen versprochen, und Lukas vergräbt sich in sein Studium, um sie zu vergessen. Er kann es nicht, obwohl ihm gute Freunde, wie Martin Luther und Ulrich von Hutten, zur Seite stehen, obwohl Kriege und Krankheiten seinen Alltag bestimmen. In Heidelberg schließlich, als vielbewunderter Medicus, muss er seine größte Bewährungsprobe bestehen: Er soll an Odilie den lebensgefährlichen Geburtsschnitt vornehmen. Wird ihm gelingen, was einst sein Vater mit Gottes Beistand schaffte?

Der Roman „Der Medicus von Heidelberg“ basiert auf historischen Tatsachen: Lukas Nufer, Sohn des Jacob Nufer, ist eine historisch belegte Figur. Sein Vater Jacob Nufer soll um 1500 im Schweizer Kanton Thurgau den ersten Kaiserschnitt durchgeführt haben, bei dem die Mutter überlebte. Dies war insofern eine außergewöhnliche Tat, weil zum einen die sogenannte „Schnittentbindung“ von der Kirche strengstens verboten war, zu anderen aber, weil Jacob Nufer kein Arzt war, sondern Schweine-Kastrator. Lukas Nufer assistierte seinem Vater, und das prägende Erlebnis war ausschlaggebend dafür, dass Lukas Arzt werden will.


Wolf Serno
Der Medicus von Heidelberg
Knaur Verlag, München
ISBN 978-3-426-65352-4
1. Auflage 2014, 688 Seiten, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag.
Preis: € 19,99 (D) / € 20,60 (A) / sFr k. A.




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Montag, 10. Februar 2014

Rezension zu „Postmortem“ von Dr. Steven A. Koehlers und Dr. Cyril H. Wechts

Postmortem – Gerichtsmediziner auf Verbrecherjagd
Ein ausgezeichneter Einblick in die Arbeit der Gerichtsmediziner

(abr). Postmortem, nach dem Tod, was passiert da eigentlich? Bei ungeklärten Todesfällen, unnatürlichen Todesursachen und Verbrechen werden die Gerichtsmediziner tätig. Dr. Steven A. Koehlers und Dr. Cyril H. Wechts geben in ihrem Buch „Postmortem – Gerichtsmediziner auf Verbrecherjagd“ einen Einblick in ihre Arbeit.

Das umfangreiche Sachbuch vermittelt in sieben Kapiteln den Ablauf der Untersuchungen, beginnend beim Leichenfund bis hin zur Klärung der Todesursache und der Todesart. Immer wieder sind mit einer Lupe versehene Kästen eingefügt, in denen kurz Sachverhalte erklärt werden, wie beispielsweise „Wie man Autopsietechniker wird“. Von Anfang an halten konkrete Beispiele, teils auch sehr prominenter Todesopfer, das Interesse hoch. Zwei Kapitel beleuchten einmal die misslungenen Fälle und einmal die berühmten Fälle, wobei hier zu beachten ist, dass die Autoren Nordamerikaner sind und dementsprechend amerikanische Fälle beschrieben werden. Aber auch wenn der Leser diese berühmten Fälle nicht kennt, sind sie sehr interessant zu lesen.

Sprachlich gelingt den Autoren der Spagat zwischen medizinischer Fachsprache und Alltagssprache, aus dem Englischen von Dorko Rybiczka übersetzt. Alle wichtigen Begriffe werden erklärt, man wird nicht mit Fachbegriffen überfrachtet oder beim Lesen unterfordert. Dr. Steven A. Koehlers und Dr. Cyril H. Wechts vermitteln dem interessierten Leser kompetentes Wissen.

Zahlreiche farbige Bilder und Zeichnungen von Richard Burges unterstützen den Leser, die fachlich fundierten Texte zu verstehen. Die Bilder zeigen alle Arbeitsbereiche der Gerichtsmediziner. Auf den Abbildungen sind unter anderem Verbrennungen, Schussverletzungen, Fußspuren, Skelette und Leichname zu sehen. Diese Bilder könnten als „gruselig“ bezeichnet werden, wobei sie sicherlich weniger beängstigend sind als dass, was in abendlichen Krimisendungen zu sehen ist.

„Postmortem – Gerichtsmediziner auf Verbrecherjagd“ ist alles in allem ein höchst informatives Buch, nicht nur für Fans von „Tatort“ und „CSI“.

© Anke Braun von Literaturtipp.com


Dr. Steven A. Koehlers und Dr. Cyril H. Wechts
Postmortem
Gerichtsmediziner auf Verbrecherjagd
Mit Illustrationen von Richard Burges
Aus dem Englischen von Dorko Rybiczka
Heel Verlag, Königswinter
ISBN 978-3-89880-938-2
Deutsche Erstausgabe, 1. Auflage 2008, 176 Seiten, mit ca. 60 farbigen Abbildungen, Broschur, Format 17,5 x 23,5 cm.
Preis: € 19,95 (D) / € (A) / sFr



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Dienstag, 4. Februar 2014

Literaturtipp zum Welt-Krebs-Tag

Der König aller Krankheiten
Krebs – Eine Biografie

(sl). Im Jahr 2006 wurde von der „Union internationale contre le cancer“, der „Weltgesundheitsorganisation“ sowie weiteren Organisationen der Weltkrebstag ins Leben gerufen. Nunmehr soll jährlich am 4. Februar die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Dazu empfehlen wir Ihnen das Buch „Der König aller Krankheiten. Krebs – Eine Biografie“ von Siddhartha Mukherjee.

Seit über 5.000 Jahren lebt die Menschheit mit Krebs. Ebenso lange stirbt sie daran. Und doch gilt Krebs als eine „moderne“ Erkrankung, weil keine andere Krankheit unsere Zeit dermaßen prägt. Bezeichnend sind die Namen, die man dem Krebs gegeben hat: „König aller Krankheiten“ oder „ein Monster, unersättlicher als die Guillotine“. In seiner perfiden Perfektion, in seiner Anpassungsfähigkeit und seiner Widerstandskraft nimmt der Krebs beinahe menschliche Züge an. Seine Geschichte gleicht einer Biografie: Es ist die Geschichte von Leid, von Forscherdrang, Ideenreichtum und Beharrlichkeit – aber auch von Hochmut, Arroganz und unzähligen Fehleinschätzungen.
Autor Siddhartha Mukherjee, Krebsforscher und praktizierender Onkologe, widmet sich in seinem Buch „Der König aller Krankheiten. Krebs – Eine Biografie“ diesem Thema mit der Präzision eines Zellbiologen, mit der Kenntnis eines Historikers und mit der Passion eines Biografen. Fesselnd erzählt er von der persischen Königin Atossa, deren griechischer Sklave sie möglicherweise von ihrem Brustkrebs geheilt hat, von Erkrankten im 19. Jahrhundert, die erste Bestrahlungen und Chemotherapien über sich ergehen lassen mussten – und immer wieder von seinen eigenen Patienten. Das Sachbuch wirft einen faszinierenden Blick in die Zukunft der Krebsbehandlung und liefert eine brillante neue Perspektive auf die Art, wie Ärzte, Wissenschaftler, Philosophen und Laien den kranken – und den gesunden – Körper während Jahrtausenden begriffen haben.


Siddhartha Mukherjee
Der König aller Krankheiten
Krebs – Eine Biografie
Aus dem Englischen von Barbara Schaden
DuMont Buchverlag, Köln
ISBN 978-3-8321-9644-8
1. Auflage 2012, 670 Seiten, Hardcover gebunden, Format 24 x 16,5 cm.
Preis: € 26.- (D) / € k. A. (A) / sFr 36,50



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Dienstag, 29. Oktober 2013

Literaturtipp zum Welt-Psoriasis-Tag

Der Welt-Psoriasis-Tag (Tag der Schuppenflechte) findet am 29. Oktober 2013 statt. Der Aktionstag wurde erst vor neun Jahren von der „International Federation of Psoriasis Associations“ ins Leben gerufen und soll dazu dienen, auf die Hauterkrankung und die Belange der Betroffenen aufmerksam zu machen. Psoriasis ist nicht ansteckend, trotzdem leiden Erkrankte oftmals unter Ausgrenzung und Ablehnung. Neben den stark schuppenden Hautstellen leiden die Patienten meist auch psychisch unter der Schuppenflechte und weiteren Folgeerkrankungen. 

Unter einer Vielzahl an Büchern, haben wir das in unseren Augen beste Buch zum Thema Psoriasis für Sie herausgesucht: „Schuppenflechte – Was Sie schon immer über Psoriasis wissen wollten“ von Ulrich Mrowietz und Gerhard Schmid-Ott. Dieser Ratgeber erscheint mittlerweile in der dritten Auflage. Er wendet sich an Patienten mit Schuppenflechte und alle, die mehr über diese Erkrankung, den Umgang damit, die seelischen Folgen und vor allem über die Behandlungsmöglichkeiten wissen möchten. In den zehn Jahren seit Erscheinen der ersten Auflage sind viele neue Medikamente zur Therapie vor allem der mittelschweren bis schweren Psoriasis zugelassen und neue Erkenntnisse zur Entstehung der Erkrankung gewonnen worden. Insbesondere die mit der Schuppenflechte verbundenen Erkrankungen wie Bluthochdruck und Zuckerkrankheit sowie die damit zusammenhängenden Komplikationen rücken in den Mittelpunkt des Interesses. Nicht zuletzt die neuen Erkenntnisse zum schädlichen Einfluss von Tabakrauch und die große Bedeutung von Übergewicht als Risikofaktor für Psoriasis haben zu einer neuen Sicht auf die Erkrankung geführt: Schuppenflechte ist eine Krankheit, die nicht nur die Haut betrifft. Vieles ist dadurch komplizierter geworden und für die betroffenen Menschen sind die wissenschaftlichen und ärztlichen Informationen oft unverständlich. Dieser Ratgeber stellt die komplexen Zusammenhänge in einfacher und verständlicher Sprache dar.


Ulrich Mrowietz und Gerhard Schmid-Ott
Schuppenflechte
Was Sie schon immer über Psoriasis wissen wollten
S. Karger Verlag, Basel
ISBN 978-3-8055-9396-0
3., aktualisierte Auflage 2012, 80 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Broschur, Format 19,4 x 13,4 cm.
Preis: € 13,95 (D)



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