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Mittwoch, 14. Mai 2014

Rezension zum 70. Geburtstag von George Lucas

(sl). Heute feiert einer der bekanntesten Filmemacher seinen 70. Geburtstag: George Lucas. Er ist eine lebende Legende der Filmgeschichte. Generationen von Zuschauern hat das Allround-Talent mit seinen Visionen, seinen mythischen Erzählungen und bahnbrechenden visuellen Effekten in den Bann gezogen. Autor Marcus Hearn zeichnet im luxuriösen Bildband „Das Kino des George Lucas“ die Karriere des Filmemachers über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten – von seinen studentischen Kurzfilmen bis hin zu seinen großen Projekten als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent – nach. Das einzige offizielle und von George Lucas persönlich autorisierte Buch vereint über 500 Abbildungen, darunter viele unbekannte Fotos, aus dem Leben und Schaffen des Künstlers, ergänzt durch fundierte Informationen und exklusive Interviews.


Das Kino des George Lucas
Der einzige autorisierte Bildband über Leben und Werk des Filmemachers

(asp). Am 14. Mai 1944 kam George Walton Lucas Jr. als Sohn von Dorothy und George Lucas Senior im friedlichen Städtchen Modesto zur Welt. Er war kein herausragender Schüler, hatte aber schon früh ein reges Interesse an Literatur und Geschichte, verschlang Romane und Comic-Hefte und besaß eine blühende Fantasie. Kurz vor seinem Highschool-Abschluss entschloss er sich zum Besuch der renommierten „University of Southern California“. Mit Filmstudien im Hauptfach hoffte er auf diese Weise, sein Interesse an Kunst und Fotografie weiter verfolgen zu können. Schnell entdeckte er seine Leidenschaft und sein Talent zur Filmkunst. „Als ich auf die Filmhochschule kam, hatte ich keinen blassen Schimmer vom Filmemachen, aber sobald ich meinen ersten Film gemachte hatte, dachte ich mir: Na bitte, ich bin genau der Richtige dafür“, berichtet George Lucas rückblickend – mittlerweile als lebende Legende der Filmgeschichte.

Der beispielslosen Karriere des vielseitigen Filmemachers von seinen studentischen Dokumentarfilmen bis hin zu seinen großen Projekten als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur widmet sich Autor Marcus Hearn in dem luxuriösen Bildband „Das Kino des Georges Lucas“ – übrigens das einzige offizielle und von George Lucas persönlich autorisierte Buch. Generationen von Zuschauern hat George Lucas mit seiner Vision, seinen mythischen Erzählungen und seinen bahnbrechenden visuellen Effekten in den Bann gezogen.

In acht Kapiteln führt das aus dem Amerikanischen von George Guillemin übersetzte, opulent ausgestattete Werk seine Leser durch das Leben der Filmlegende und wirft einen Blick hinter die Kulissen seiner Erfolge von „American Graffiti“ bis zum neusten und letzten Teil der berühmten „Star Wars“-Saga: „Star Wars – Episode III“. Kurzweilig führen die interessanten Texte durch ein bewegtes Leben und gleichzeitig ein Stück Filmgeschichte, nehmen Bezug auf exklusive neue Interviews, Bilder und Informationen.

Schauspieler, Produzent und Regisseur Ron Howard berichtet im Vorwort von seinen persönlichen Erlebnissen mit George Lucas. Im Anhang finden sich neben einer alphabetisch geordneten Filmografie und Anmerkungen zu Interviewpartnern, Abkürzungen und Quellen, eine Bibliografie, ein Register und ein Bildnachweis.

Neben mehr als 500 zumeist farbigen Abbildungen auf hochwertigem Kunstdruckpapier – darunter seltene und bisher unveröffentlichte Fotografien aus den frühesten Tagen von „THX 1138“ über „Indianer Jones“ bis zu jüngsten Filmerfolgen – vereint „Das Kino des George Lucas“ zahlreiche spannende Dokumente wie Drehpläne, Produktionsnotizen, Konzeptzeichnungen und Filmplakate, die hier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dem Leser wird damit ein beispielsloser Blick hinter die Kulissen von Filmen wie „Indianer Jones“ oder „Krieg der Sterne“ und in die Archive von Lucasfilm eröffnet.

Insbesondere das fantastische Bildmaterial und die aufwendige Gestaltung des Bildbandes „Das Kino des George Lucas“ lassen den Betrachter ins Schwelgen geraten. Gemeinsam mit den fundierten Texten wird dieser hochwertige Band mit Sicherheit zu einem Klassiker in der Filmliteratur.

George Lucas hat Meilensteine in der Entwicklung der Filmbranche gesetzt, „Das Kino des George Lucas“ setzt ihm nun einen unvergleichbaren Meilenstein – ein Muss für alle Fans und Liebhaber der Filmgeschichte!


Marcus Hearn
Das Kino des George Lucas
Aus dem Amerikanischen von George Guillemin
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin
ISBN 3-89602-644-5
1. Auflage 2005, 264 Seiten, mit über 500 Abbildungen, davon 435 in Farbe, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Querformat 30 x 27 cm.
Preis: € 49,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 85,50



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Mittwoch, 30. April 2014

Literaturtipp zum 25. Todestag von Sergio Leone

Sergio Leone
Es war einmal in Europa

(sl). Heute vor einem viertel Jahrhundert starb der italienische Filmregisseur und Drehbuchautor Sergio Leone in Rom. Durch Filme wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Für eine Handvoll Dollar“ machte er sich unsterblich und beeinflusste das Filmgenre des Western bis heute wie auch mit „Es war einmal in Amerika“ den Gangsterfilm.

Autor und Filmwissenschaftler Harald Steinwender beleuchtet in seinem Buch „Sergio Leone – Es war einmal in Europa“ die wiederkehrenden Themen und Motive in Sergio Leones Filmen, untersucht den innovativen Einsatz von Filmmusik und Sounddesign, Kameraarbeit und Montage und spürt postmodernen Aspekten sowie dem zeitgeschichtlichen und kulturellen Hintergrund seines Werks nach.
Die Motive: Amerika als mythischer Projektionsraum, das Genrekino und seine Regeln, Rituale und Gewalt in Männerbünden. Die Ästhetik: übernahe Großaufnahmen, die rabiat gegen atemberaubende Weitwinkeltotalen geschnitten werden; eine enge Verbindung von Musik und Ironisierungen, Brüchen und Stilisierungen. Ohne Zweifel war der italienische Regisseur Sergio Leone ein „auteur“, ein Filmemacher mit eigenen Themen und deutlich erkennbarer Handschrift. Und er inszenierte einige der größten Erfolge des europäischen Kinos: Bereits sein erster Western „Für eine Handvoll Dollar“ avancierte zu einem der einträglichsten Nachkriegsfilme Italiens, begründete den Italowestern und etablierte Clint Eastwood als Star. Mit „Spiel mir das Lied vom Tod“ schuf Leone einen der berühmtesten Western überhaupt und mit seinem Spätwerk „Es war einmal in Amerika“ die definitive Hommage an den Gangsterfilm. Sein Œuvre verdient es, neu entdeckt zu werden, zumal gegenwärtige Hollywoodregisseure von den Coen-Brüdern bis zu Quentin Tarantino auf die von ihm etablierten filmischen Mittel zurückgreifen.


Harald Steinwender
Sergio Leone
Es war einmal in Europa
Bertz + Fischer Verlag, Berlin
ISBN 978-3-86505-317-6
2., überarbeitete Auflage 2012, 404 Seiten, mit 363 Fotos, Broschur, Format 17 x 22 cm.
Preis: € 29.- (D) / € k. A. (A) / sFr k. A.



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