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Montag, 9. Mai 2016

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Das Beste, was wir tun können, ist nichts
Anleitung und Aufruf für mehr Zeit, weniger Arbeit, mehr Leben

(sl). „Nichtstun heißt ja nicht, dass ich nichts tue. Nichtstun heißt, die falschen Dinge sein zu lassen.“ – In seinem neuen Buch „Das Beste, was wir tun können, ist nichts“ erzählt der preisgekrönte Schriftsteller Björn Kern, wovon wir alle träumen: Mehr Zeit, weniger Arbeit, mehr Leben. Wunderbar komisch und charmant schildert er seinen ganz eigenen Abschied von Fleiß und Tatendrang hin zu mehr Gelassenheit.

Früher war ich effizient, leistete sogar Multitasking. Eine scheußliche Fähigkeit, die einem noch fragilen Nichtstun schnell Schaden zufügt. Es kam vor, dass ich links das Kind auf dem Arm hielt, während ich rechts die Maus bediente, dabei aber telefonierte. In meinen dunkelsten Stunden kaufte ich bei Tchibo ein und rief bei Hotlines an. Bis mir klar wurde: So konnte es nicht weitergehen. Was war zu tun? Irgendwann ging es mir auf: Nichts!

Björn Kern beschließt, auf einen alten Hof in den verlassenen Weiten des Oderbruchs zu ziehen. Seither arbeitet er so wenig wie möglich und verbringt seine Tage größtenteils auf einer Bank unter einem Birnbaum. Von dort aus erzählt er ebenso inspirierende wie pointierte Geschichten vom Nichtstun, in denen er nicht zuletzt auf ganz praktische Fragen eingeht: Ich habe einen Job, den ich nicht kündigen kann – was tun? Wie schaffe ich es, keinen neuen Rechner und kein neues Smartphone zu kaufen, geschweige denn eine Klappsense vom Baumarkt mit Plastikgriff? Warum macht Nichtstun so glücklich und rettet nebenbei auch noch die Welt?

„Das Beste, was wir tun können, ist nichts“ von Björn Kern ist Memoir und Manifest zugleich, Anleitung und Aufruf an alle, die vor „zu viel Arbeit“ und „zu wenig Zeit“ gerade dabei sind, das Beste im Leben zu verpassen. Doch anstatt jetzt nichts zu tun, sollten Sie vorher auf jeden Fall dieses Buch lesen!


Björn Kern
Das Beste, was wir tun können, ist nichts
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-03531-1
1. Auflage 2016, 248 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr k. A.



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Montag, 8. Februar 2016

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Die Flut
Auf Amrum wird das auflaufende Wasser zum Tatwerkzeug

(sl). Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt. Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …

Der neue Psychothriller „Die Flut“ von Bestsellerautor Arno Strobel entführt den Leser auf die ruhige Nordseeinsel Amrum und verlangt viel von ihm: Die Vorstellung, dem liebsten Menschen beim Tod zusehen zu müssen, ohne etwas dagegen tun zu können, ist nahezu unerträglich – und doch so spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.


Arno Strobel
Die Flut
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-19835-1
Originalausgabe, 1. Auflage 2016, 362 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A)




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Montag, 1. Februar 2016

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Ostfriesenschwur
Der zehnte Fall für Ann Kathrin Klaasen

(sl). Als der Postbote an diesem Morgen bei Ubbo Heide klingelt, bringt er ein großes Paket. Darin liegt ein abgetrennter Kopf. Es ist der Kopf eines Menschen, den Ubbo Heide kennt. Jahrelang hat er versucht, ihn seiner Taten zu überführen, doch am Ende mussten die Gerichte ihn laufen lassen. Dann findet man einen zweiten Kopf. Auch diesem Toten konnte man damals die Tat nicht nachweisen. Ann Kathrin Klaasen beschleicht zunehmend das Gefühl, dass der Täter ihnen immer einen Schritt voraus ist. Fast scheint es so, als ob er aus ihren eigenen Reihen kommt. Ann Kathrin ahnt, wer das nächste Opfer sein wird. Kann sie dem Täter eine Falle stellen?

Auch der neue packende Band „Ostfriesenschwur“ der Mega-Bestsellerserie mit Ann Kathrin Klaasen, deren zehnter Fall die Hauptkommissarin auf die beiden ostfriesischen Inseln Wangerooge und Langeoog führt, beweist wieder einmal mehr, dass Klaus-Peter Wolf zu den Spitzenautoren in Deutschland gehört. Der Autor zwingt seinen Leser in diesem Kriminalroman, sich mit den Werten unserer Gesellschaft auseinander zu setzen: Was ist gerecht und wo fängt Ungerechtigkeit an? Und warum muss die Polizei plötzlich mutmaßliche Straftäter beschützen?


Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenschwur
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-19727-9
1. Auflage 2016, 528 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A)




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Mittwoch, 6. Januar 2016

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Vertrauen Sie mir, ich tu’s ja auch!
Das verblüffend sympathische Besserwisser-Buch

(sl). Antoine Monot, Jr. hilft gern. Auch wenn er gar nicht gefragt worden ist. Sie haben gar kein Problem? Gut, denn ich habe die Lösung! „Der größte Fehler, den man als Mann beim Einkaufen mit der Freundin machen kann, ist überambitioniertes Auftreten. Wichtig ist auch, sich die eigene Anspannung nicht anmerken zu lassen. Die wichtigste Grundregel: Es ist nie die Freundin, es ist immer der Schnitt. Immer!“ – In allen Lebenslagen weiß Antoine Monot. Jr. Rat: ob Restaurantbesuch, Technik-Beratung, Beziehungskrisen, gute Geschäftsmodelle, Hosenkauf oder was man vom Fernsehen fürs Leben lernen kann. Ein Besserwisser? Oh ja – aber was für einer!

Humorvoll und erkenntnisreich erzählt Antoine Monot, Jr., den die meisten als „Tech-Nick“ aus einer großen Werbekampagne kennen werden, mit Unterstützung des Autors David Denk Geschichten aus seinem Leben und warum unseres besser wäre, wenn wir doch endlich mal auf ihn hören würden. Vertrauen Sie ihm, er tut’s ja auch! Das Buch „Vertrauen Sie mir, ich tu’s ja auch!“ ist in kurze Kapitel lesefreundlich eingeteilt und so ideal zum Lesen in Bus und Bahn auf dem Weg zur Arbeit – und seine Kollegen kann man dann sogleich mit neu gewonnenem Besserwissen beeindrucken…


Antoine Monot, Jr. mit David Denk
Vertrauen Sie mir, ich tu’s ja auch!
Das verblüffend sympathische Besserwisser-Buch
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-03405-5
Originalausgabe, 1. Auflage 2015, 224 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr k.A.



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Donnerstag, 22. Oktober 2015

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Apfelblütenzauber
Sonnige Unterhaltung aus dem Alten Land, die Herz und Seele wärmt

(sl). Ein Meer von rosa-weißen Blüten, pittoreske Fachwerkhäuser und romantische Flusslandschaften – nach sechs Jahren in Hamburg hat Leonie fast vergessen, wie schön das Alte Land ist. Da ihre Mitbewohnerinnen eigene Wege gehen und sie ihren Job verloren hat, muss sie sich neu orientieren und hofft, in der alten Heimat zur Ruhe zu kommen. Doch die will sich einfach nicht einstellen, da ihre Eltern Hilfe brauchen und ein Mann in ihr Leben tritt. Ein Glück, dass sie sich auf ihre beiden Freundinnen Nina und Stella verlassen kann!

Autorin Gabriella Engelmann legt mit „Apfelblütenzauber“ erneut einen unterhaltsamen Roman um die drei Freundinnen Leonie, Nina und Stella, bekannt aus dem Vorgängerroman „Eine Villa zum Verlieben“, vor, der das Herz der Leserin mit Lokalkolorit aus dem Alten Land erfreut. Sie lässt einen an der Welt zwischen Hofladen und Apfelernte, Pension und Schafzucht vor den Toren Hamburgs teilhaben, und natürlich kommen auch Freunde der Romanze mit diesem Buch nicht zu kurz. Die ideale Lektüre für die langen Herbstabende – mit einer Tasse Apfeltee.


Gabriella Engelmann
Apfelblütenzauber
Knaur Taschenbuch Verlag, München
ISBN 978-3-426-51577-8
Originalausgabe, 1. Auflage 2015, 400 Seiten, Klappenbroschur.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr k.A.



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Freitag, 24. Juli 2015

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Der Palazzo am See
Dunkle Familiengeheimnisse vor der malerischen Kulisse des Comer Sees 

(sl). Die junge Historikerin Stella bekommt den Auftrag, am Comer See eine Familienchronik zu verfassen. Bei ihren Recherchen stößt sie auf eine dunkle Legende: Seit dem 12. Jahrhundert lastet ein Fluch auf der ehrwürdigen Familie di Vaira. Seither kam der jeweils Erstgeborene noch im Kindesalter ums Leben. Auch die schöne, weltgewandte Tizia di Vaira entkommt diesem Fluch nicht. Während eines Bootsausflugs ertrinken ihr Mann und ihr kleiner Sohn.

Stella ist vom tragischen Schicksal der Frau tief berührt. Doch als sie alte Tagebücher im Palazzo findet, erscheint ihr Tizia plötzlich in einem anderen Licht. Je näher Stella dem sagenhaften Fluch der Familie kommt, umso gefährlicher wird es für sie. Denn jemand trachtet ihr nach dem Leben…

Autorin Sophia Cronberg hat mit „Der Palazzo am See“ einen spannenden Roman um gut gehütete Familiengeheimnisse geschrieben, der vor der malerischen Kulisse des Comer Sees spielt.
 

Sophia Cronberg
Der Palazzo am See
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-19851-1
Originalausgabe, 1. Auflage 2015, 432 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr k.A.


 

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Mittwoch, 22. Juli 2015

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Mädchen töten
Ein Sylt-Krimi

(sl). Das Supermodel Tess Andres macht Urlaub auf der Insel Sylt, um sich von den Fashion-Shows in New York zu erholen. Doch nach kurzer Zeit wird sie tot im Watt aufgefunden. Sie trägt ein Brautkleid. Hat die satanistische Sekte etwas damit zu tun, die schwarze Messen am Strand feiert? Noch bevor die Sylter Kommissare Winterberg, Blanck und Kreuzer dem Geheimnis auf die Spur kommen, stürzt der alte Klaas Menken aus dem Fenster. Ein Unfall? Oder gibt es eine Verbindung?

Zum fünften Mal lässt Autorin Eva Ehley, die bereits zwei Mal für den Agatha-Christie-Krimipreis nominiert war, in ihrem Roman „Mädchen töten“ auf Sylt morden. Das Ermittlertrio Sven Winterberg, Silja Blanck und Bastian Kreuzer hat es diesmal mit einem besonders gruseligen Fall zu tun.


Eva Ehley
Mädchen töten
Ein Sylt-Krimi
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-19883-2
Originalausgabe, 1. Auflage 2015, 376 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr k. A.


 

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Dienstag, 13. Januar 2015

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Die Monroe in mir
Wer mit dem Rauchen aufhören will, der kann was erleben

(sl). Neues Jahr, neues Glück – und neue Vorsätze. Einer davon ist meistens: Mit dem Rauchen aufhören. Das will auch die Protagonistin im Roman „Die Monroe in mir“ von Claus Vaske.

Maike will unbedingt mit dem Rauchen aufhören. Als ihre beste Freundin Franzi von ihrem Hypnose-Workshop auf La Gomera zurück ist, soll sie ihr dabei helfen. Doch als Maike aus der Hypnose erwacht, fühlt sie sich nicht nur ganz anders, nein, sie sieht auch anders aus! Und in ihrem Kleiderschrank hängen jetzt nur noch die edelsten Fummel. Offenbar ist Maike eine Art Reinkarnation von Marilyn Monroe! Ganze vier Tage sind vergangen, an die sie sich nicht mehr erinnern kann. Nur eins steht fest: In dieser Zeit hat sie so viel Geld ausgegeben, wie sie nicht mal in einem halben Jahr verdient, und der Starfriseur am Ort ist ihr bester Freund. Aber trotz des Schreckens und der Verwirrung fühlt sich Maike eigentlich ganz wohl in ihrer neuen Haut – wenn es nur mit der Liebe nicht so fürchterlich kompliziert wäre…

Claus Vaske hat nicht nur das großartige Talent, sich in die Gefühlswelten und das Seelenleben von Frauen hineinzudenken, sondern ist mit „Die Monroe in mir“ auch eine herrliche Verwirr- und Liebeskomödie gelungen.


Claus Vaske
Die Monroe in mir
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-18928-1
Originalausgabe, 1. Auflage 2014, 250 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr 14,90


 

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Sonntag, 6. April 2014

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Dancing Queens
Alle Wege führen nach Waterloo

(sl). „ABBA“ – die Legende lebt. Heute feiert die Band, die Jahrzehnte nach ihrer Trennung noch immer kultisch verehrt wird, das 40-jährige Jubiläum ihres Siegs beim Eurovision Song Contest (damals Grand Prix d’Eurovision) in Brighton.

Die vier Schweden haben Heike Abidi und Tanja Janz wie viele andere Fans auch durch Jugend und Erwachsenwerden begleitet und ihnen mit ihren Songs über Liebeskummer und manch andere Sorgen hinweg geholfen. Dieser nun schon fast ein ganzes Leben währenden Liebe zur Musik von „ABBA“ haben die beiden Autorinnen unter dem Pseudonym Jana Fuchs nun ihr Buch „Dancing Queens – Alle Wege führen nach Waterloo“ gewidmet und erfüllen sich damit den Traum vom gemeinsamen Buch über die Poplegenden aus Schweden.

Humorvoll und mit echter Sympathie für deren Charakterschwächen schickt Jana Fuchs ihre Heldinnen Helen und Linda auf eine Mission. Die Beiden, die sich nur aus einem Fan-Forum kennen und unterschiedlicher nicht sein könnten – die eine biedere Mitvierzigerin, die andere jung und flippig –, machen sich zusammen auf zum „ABBA“-Festival in Stockholm. Nur kommen sie dort nicht wie geplant an. Stattdessen entwickelt sich das Buch zum skurrilen Roadmovie rund um das Thema „ABBA“ und führt Helen und Linda nicht nur durch halb Schweden, sondern auch zu ihren wahren Talenten (die natürlich mit „ABBA“ zu tun haben) und zu neuem Selbstbewusstsein. Dass die Liebe dabei auch nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst. Und für hartgesottene Fans gibt es auch noch ein anspruchsvolles „ABBA“-Quiz im Anhang.


Jana Fuchs
Dancing Queens
Alle Wege führen nach Waterloo
Knaur Taschenbuch Verlag, Ort
ISBN 978-3-426-51491-7
Originalausgabe, 1. Auflage 2014, 320 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 8,99 (D) / € 9,30 (A) / sFr 14,50



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Montag, 17. März 2014

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Hansetochter
Historischer Roman über die Blütezeit der Hanse in Lübeck

(sl). Sabine Weiß, die sich als Autorin historischer Romane einen Namen erschrieben hat, legt mit „Hansetochter“ nun ihren vierten Roman vor, der in der Hansestadt Lübeck spielt.

Lübeck 1375: Für Henrike bricht eine Welt zusammen, als ihr Vater, ein angesehener Hansekaufmann, völlig überraschend stirbt. Plötzlich steht die junge Frau ganz alleine da – und zu allem Unglück übernimmt der verhasste Onkel ihre Vormundschaft. Als dieser auch noch sämtliche Geschäfte des Vaters an sich reißt, keimt in Henrike ein schrecklicher Verdacht: Wurde ihr Vater etwa das Opfer einer grausamen Intrige? Sie beschließt, die Wahrheit aufzudecken – doch kann sie niemandem mehr trauen. Nur Adrian, ein junger Kaufmann aus Brügge, schafft es, zu ihrem Herzen vorzudringen…


Sabine Weiß
Hansetochter
Bastei Lübbe Verlag, Köln
ISBN 978-3-404-16887-3
Originalausgabe, 1. Auflage 2014, 592 Seiten, Klappenbroschur.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr k. A.




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Dienstag, 11. März 2014

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch „Dumm gelaufen“

Dumm gelaufen
Ein neuer Fall für die Erdmännchen-Ermittler Ray und Rufus

(sl). Nach den sensationellen Erfolgen von „Ausgefressen“ und „Voll Speed“ erscheint nun mit „Dumm gelaufen“ der dritte Fall für die Erdmännchen-Ermittler Ray und Rufus. Autor Moritz Matthies schickt sein Erfolgsduo diesmal auf die Rennbahn.

Erdmännchen Ray und Rufus haben eine neue Auftraggeberin: Angel Eye, eine nicht mehr ganz junge Rassestute, bittet Ray, den Tod ihres Geliebten Stardust zu untersuchen. Der ist beim Eröffnungsrennen in Berlin-Hoppegarten gestürzt und muss zum Pferdemetzger gebracht werden. Angel Eye ist sicher: Der Sturz hatte keine natürliche Ursache. Und tatsächlich. Ray, Rufus und Privatermittler Phil kommen einem Komplott auf die Spur…


Moritz Matthies
Dumm gelaufen
Scherz im Fischer Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-651-00072-8
1. Auflage 2014, 302 Seiten, Klappenbroschur.
Preis: € 14,99 (D) / € 15,50 (A) / sFr 21,90




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Freitag, 7. März 2014

Kurzvorstellung Neuerscheinung von Frank Schätzing

Breaking News
Thriller, Politdrama und Familiensaga in einem Roman

(sl). Lange Zeit mussten Fans auf sein neues Buch warten, nun ist es endlich da: „Breaking News“, der neue Roman von Frank Schätzing. Die Geschichte ist detailliert recherchiert und wie gewohnt ebenso detailliert und deswegen auch wieder sehr umfangreich geschrieben – fast 1.000 Seiten mutet der Autor seinen Lesern zu.

Tom Hagen, gefeierter Star unter den Krisenberichterstattern, ist nicht zimperlich, wenn es um eine gute Story geht. Die Länder des Nahen Ostens sind sein Spezialgebiet, seine Reportagen Berichte aus der Hölle. Doch in Afghanistan verlässt ihn sein Glück. Eine nächtliche Geiselbefreiung endet im Desaster. Hagens Ruf ist ruiniert, verzweifelt kämpft er um sein Comeback. Drei Jahre später bietet sich die Gelegenheit in Tel Aviv, als ihm Daten des israelischen Inlandgeheimdienstes zugespielt werden. Hagen ergreift die Chance – und setzt ungewollt eine tödliche Kettenreaktion in Gang...
„Breaking News“ ist ein mitreißender Thriller vor dem Hintergrund einer epischen Saga. Zwei Familien wandern Ende der 1920er Jahre nach Palästina ein – in eine von Legenden, Kämpfen und Hoffnungen beherrschte neue Welt, wo Juden, Araber und britische Kolonialherren erbittert um die Vorherrschaft ringen. Bis in die Gegenwart, über Generationen hinweg, spiegeln und prägen beide Familien Israels atemlose Entwicklung. Als Hagen in der jungen Ärztin Yael Kahn eine unerwartete Verbündete findet, erkennt er, dass auch sein Schicksal eng mit der Geschichte des Landes verbunden ist. Doch mit Yael an seiner Seite gehen die Probleme erst richtig los.


Frank Schätzing
Breaking News
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln
ISBN 978-3-462-04527-7
1. Auflage 2014, 976 Seiten, Hardcover gebunden.
Preis: € 26,99 (D) / € 27,80 (A) / sFr 37,10




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Montag, 3. März 2014

Kurzvorstellung Neuerscheinung von Wolf Serno

Der Medicus von Heidelberg
Wolf Serno macht medizinische Geschichte erlebbar

(sl). Heute erscheint der neue historische Roman von Wolf Serno: „Der Medicus von Heidelberg“. Der Autor, dessen Romane eine Gesamtauflage von über 1,7 Millionen Exemplare haben, weiß seine Leser durch großes Detailwissen über historische Medizin zu begeistern und macht so Geschichte erlebbar.

Als der junge Lukas mit der Überlandkutsche nach Erfurt fährt, um dort sein Medizinstudium aufzunehmen, ahnt er nicht, dass diese Reise sein ganzes Leben verändern wird. Denn nach einem blutigen Überfall sieht er sich unversehens in der Verantwortung für eine leibhaftige Prinzessin. Es ist Odilie, die schöne Tochter des Kurfürsten Philipp von der Pfalz. Um sie vor einem Schicksal als Geisel zu bewahren, soll er sie unerkannt nach Heidelberg ins Schloss ihres Vaters bringen. Auf der langen Wanderung erweist sich Odilie als hochnäsig und kratzbürstig, und erst, als sie ernstlich erkrankt und dank Lukas’ Fürsorge wieder gesund wird, beginnt sie, seine Liebe zu erwidern. Doch Odilie ist längst einem anderen versprochen, und Lukas vergräbt sich in sein Studium, um sie zu vergessen. Er kann es nicht, obwohl ihm gute Freunde, wie Martin Luther und Ulrich von Hutten, zur Seite stehen, obwohl Kriege und Krankheiten seinen Alltag bestimmen. In Heidelberg schließlich, als vielbewunderter Medicus, muss er seine größte Bewährungsprobe bestehen: Er soll an Odilie den lebensgefährlichen Geburtsschnitt vornehmen. Wird ihm gelingen, was einst sein Vater mit Gottes Beistand schaffte?

Der Roman „Der Medicus von Heidelberg“ basiert auf historischen Tatsachen: Lukas Nufer, Sohn des Jacob Nufer, ist eine historisch belegte Figur. Sein Vater Jacob Nufer soll um 1500 im Schweizer Kanton Thurgau den ersten Kaiserschnitt durchgeführt haben, bei dem die Mutter überlebte. Dies war insofern eine außergewöhnliche Tat, weil zum einen die sogenannte „Schnittentbindung“ von der Kirche strengstens verboten war, zu anderen aber, weil Jacob Nufer kein Arzt war, sondern Schweine-Kastrator. Lukas Nufer assistierte seinem Vater, und das prägende Erlebnis war ausschlaggebend dafür, dass Lukas Arzt werden will.


Wolf Serno
Der Medicus von Heidelberg
Knaur Verlag, München
ISBN 978-3-426-65352-4
1. Auflage 2014, 688 Seiten, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag.
Preis: € 19,99 (D) / € 20,60 (A) / sFr k. A.




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Donnerstag, 6. Februar 2014

Literaturtipp zum Kinostart von „Vaterfreuden“

Vaterfreuden
Der Roman „Frettsack“ jetzt verfilmt

(sl). Der Roman „Frettsack“ von Autor Murmel Clausen wurde von und mit Matthias Schweighöfer unter dem Titel „Vaterfreuden“ verfilmt und startet heute in den deutschen Kinos.
Das Leben hat beschlossen, Jens Fischer möglichst wenig zu bieten. Besonders bei den Frauen scheitert er kläglich. Um sein Erbgut wenigstens anonym weiterzugeben, wird er Samenspender. Doch kurz nach seiner ersten Spende beißt ihn Idi Amin, das Frettchen seines Mitbewohners, in den Sack, und aus ist es mit der Männlichkeit. Kurzerhand bricht Jens in die Samenbank ein. Dort gelangt er an die Adresse von Maren, der Empfängerin seiner letzten Samenspende. Endlich hat Jens ein Ziel in seinem Leben: Er muss diese Frau für sich gewinnen.


Murmel Clausen
Vaterfreuden
Der Roman „Frettsack“ jetzt verfilmt
Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-453-50395-3
1. Auflage 2014, 320 Seiten, Taschenbuch, Format 11,8 x 18,7 cm.
Preis: € 8,99 (D) / € 9,30 (A) / sFr 13,50



Murmel Clausen
Frettsack
Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-453-43613-8
Originalausgabe, 1. Auflage 2012, 320 Seiten, Taschenbuch, Format 11,8 x 18,7 cm.
Preis: € 8,99 (D) / € 9,30 (A) / sFr 13,50



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Samstag, 18. Januar 2014

Literaturtipp zum 100. Geburtstag von Arno Schmidt

(sl). Heute wäre der in Hamburg geborene Schriftsteller Arno Schmidt 100 Jahre alt geworden. Seit dem Erscheinen seiner Erzählung „Leviathan“ im Jahr 1949 zählt Arno Schmidt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschen Nachkriegsliteratur.

Zu diesem Anlass empfehlen wir „Das große Lesebuch“ mit Texten von Arno Schmidt, das Bernd Rauschenbach herausgegeben hat: In der Auseinandersetzung mit der europäischen und amerikanischen Avantgarde hat Arno Schmidt eigene, äußerst originelle und vielfältige Formen des Erzählens entwickelt. „Das große Lesebuch“ versammelt eine Reihe von kürzeren Texten Arno Schmidts, die das Werk in seiner gesamten Vielfalt darstellt und den Erzähler ebenso präsentiert wie den Essayisten, den Sprachvirtuosen ebenso wie den scharfen Analytiker. Die Mischung von bekannten und unbekannten Texten lädt dazu ein, dieses gewaltige Werk neu zu entdecken. Bernd Rauschenbach, leitender Vorstand der Arno-Schmidt-Stiftung, hat die Texte für das Lesebuch zusammengestellt und mit einem biographischen Nachwort ergänzt.


Bernd Rauschenbach (Hrsg.)
Arno Schmidt
Das große Lesebuch
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-90555-3
1. Auflage 2013, 448 Seiten, Taschenbuch, Format 19 x 12,6 cm.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr 14,90



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Mittwoch, 27. November 2013

Rezension zu „Die Wahrheit über Berlin“ von Peter Baharov

Die Wahrheit über Berlin
Eine etwas schräge Citytour voll noch verrückterer Geschichten

(psa). Peter Baharov ist Wahl-Berliner. In Sofia geboren, lebte er in Singapur, Sydney und Schwabing. Jetzt ist er in Berlin-Schöneberg gelandet und hat seine ganz eigene Sicht auf die Stadt in Szenen und Geschichten in „Die Wahrheit über Berlin“ eingefangen.

Wie tickt Berlin? Der Leser wird auf eine etwas schräge Citytour voll noch verrückterer Geschichten, die nur das Berliner Leben schreiben kann, mitgenommen: „Eine Party mit den 600 engsten Freunden, die S-Bahn als Mikrokosmos, Kreuzkölln-Muttis beim Eltern-Yoga in der Montessori-Kita, Tante Emma und Onkel Yilmas, absurde Events und infrastrukturelle Supergaus. So ist nur Berlin!

Wer einen braven Reisebericht über Berlin erwartet, ist hier eindeutig fehl am Platz. Man taucht ein in das etwas andere Berlin. Ein Berlin, wie man es nur erlebt, wenn man in dieser Stadt wohnt. Gemeinsam mit dem Autor erlebt man eine Stadt hinter den Kulissen. Man bleibt nicht vor der Wohnungstür stehen, Peter Baharov öffnet seine Türen und lässt einen ein. Ungeschminkt erzählt er seine kleinen Erlebnisse aus seiner Sicht. Gerade das aber macht Spaß.

Ich bin Berlinerin und ich liebe meine Stadt. Voller Neugierde habe ich „Die Wahrheit über Berlin“ gelesen. Ich denke, abhängig von der Sicht des Lesers, sind die Geschichten witzig, einige etwas abgehoben und skurril, aber insgesamt ist es ein amüsantes Leseerlebnis. Ein nettes Buch für eine U-Bahnfahrt durch die deutsche Hauptstadt.

© Petra Santiago von Literaturtipp.com


Peter Baharov
Die Wahrheit über Berlin
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-19594-7
1. Auflage 2013, 256 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr 14,90




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Mittwoch, 20. November 2013

Rezension zu „Weihnachten bei Thomas Mann“ von Karl-Josef Kuschel

Weihnachten bei Thomas Mann
Vom Zauber des Weihnachtsfestes

(tos). Wenn Karl-Josef Kuschel über Literatur schreibt, so kann man sich über zwei Dinge gewiss sein: Es ist interessant und es hat Substanz. „Weihnachten bei Thomas Mann“ ist interessant, weil Karl-Josef Kuschel eine klare Fragestellung hat – wie Thomas Mann die Beschreibung des Weihnachtfestes mit Aussagen füllt –, und Substanz hat es, weil sich der Tübinger Theologe nicht damit begnügt, die Texte allein sprechen zu lassen, sondern an zahlreichen Stellen Querverbindungen aufzeigt und Vergleiche zu anderen Werken der Zeit anstellt.

Karl-Josef Kuschel geht es in seinem 190 Seiten umfassenden Buch nicht darum, darzustellen, wie Thomas Mann selbst das Weihnachtsfest gefeiert hat, es geht ihm vielmehr darum, darzustellen, wie Thomas Mann das Weihnachtsfest in seinen Werken verarbeitet hat. Allen voran sind die Weihnachtsfeste bei den „Buddenbrooks“ legendär geworden: Da wird das Weihnachtsfest zunächst andächtig, würdevoll begangen, bis es dann zu einer Inszenierung verkommt, die den Verfall der Familie widerspiegelt. Wie brüchig die Welt geworden ist, zeigt sich auch beim Weihnachtsfest, das Thomas Mann im „Zauberberg“ beschrieben hat. Leere und Gleichgültigkeit herrschen gegenüber dem Fest vor, ein „Totentanz“ sei es, urteilt der Tübinger Theologe. Weihnachten ist ein gesellschaftlicher Anlass, mehr nicht.

Ist Weihnachten also ein bürgerliches Fest, dem der religiöse Bezug abhanden gekommen ist? Karl-Josef Kuschel zeigt auch eine andere Seite von Thomas Mann auf: Seine „Liebe zu den Zaubern des Weihnachtsfestes“, die er 1924 in einem Beitrag für eine ungarische Tageszeitung gestand: „(…) man glaubt zu begreifen, was Gnade, was Liebe, was Hoffnung ist“ – das klingt so gar nicht wie ein Weihnachtsfest im „Zauberberg“. Zudem ist Karl-Josef Kuschel überzeugt, dass Thomas Manns Einstellung zum Weihnachtfest sich veränderte, als er den Josephsroman schrieb. Bei der Arbeit mit dem biblischen Stoff habe er erkannt, wie wichtig die Wiederholung im Leben sei – das Feiern des Weihnachtsfestes werde bei Thomas Mann zu einem Ausdruck der Lebensbejahung.

So gelingt es Karl-Josef Kuschel in seinem Buch „Weihnachten bei Thomas Mann“ aufzuzeigen, wie Thomas Mann ganz gekonnt das Weihnachtsfest in seinen Werken nutzt, um familiäre und gesellschaftliche Veränderungen aufzuzeigen. Zugleich wird aber auch deutlich, dass Thomas Mann weder in seiner Familie noch in der Literatur den Geschmack am Weihnachtsfest verloren hat – es ist und bleibt ein wichtiges, sinnstiftendes religiöses Fest.

© Thomas Sülzle von Literaturtipp.com


Karl-Josef Kuschel
Weihnachten bei Thomas Mann
Patmos Verlag, Ostfildern
ISBN 978-3-491-72505-8
1. Auflage 2006, 190 Seiten, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 13,9 x 20,9 cm.
Preis: € 16,90 (D) / € k. A. (A) / sFr k. A.




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Dienstag, 19. November 2013

Rezension zu „Alte hessische Weihnachtsgeschichten“ von Heinz-Lothar Worm (Hrsg.)

Alte hessische Weihnachtsgeschichten
Elf Weihnachtsgeschichten aus vergangenen Tagen

(tos). „Ostern ist traurig, wenn du dich ihm versagst, Pfingsten wundert sich, wenn es dich nicht zu Gesicht bekommt. Aber Weihnachten sieht nicht so gelassen zu, es eilt dir nach, es holt dich ein.“ So umschreibt Hermann Oeser die besondere Atmosphäre in der Weihnachtszeit. Er ist einer von sieben Schriftstellern, die Herausgeber Heinz-Lothar Worm in seinem Buch „Alte hessische Weihnachtsgeschichten“ versammelt hat.

Es ist eine längst vergangene Zeit, in die der Leser in den elf Geschichten eintauchen kann. Eine Zeit, in der es Schulräte gab, man Eichenlohe verkauft hat, und in der die Witwe noch Witfrau hieß. Eine Zeit, in der das Weihnachtsfest noch nicht vom Konsum beherrscht wurde. So sind es Zufälle und Begegnungen der besonderen Art, auch über die gesellschaftlichen Schichten hinweg, die in den elf hessischen Geschichten zur Sprache kommen. Angst vor der Sprache muss man nicht haben: Die Geschichten sind zwar aus Hessen, aber keineswegs im hessischen Dialekt geschrieben.

Das Christkind gibt den Menschen Unterricht in dem, was sie am schwersten lernen, die Liebe“ – so fasst Hermann Oeser seine Weihnachtsgeschichte „Weihnachten holt dich ein“ zusammen. Und dies könnte auch die Überschrift aller abgedruckten Weihnachtsgeschichten sein: Egal, ob es das unerwartete Enkelkind ist, das plötzlich auftaucht, oder der adlige Graf, der mithilfe eines kleinen Mädchens das Christkind wiederfindet. Weihnachten holt auch den Künstler wieder ein, der Angst hatte, dass er seine Bilder zu teuer verkauft habe, oder auch beim späten Geständnis einer Brandstiftung.

Für unsere Augen und Ohren sind solche Geschichten oft kitschig oder zu holzhammerhaft religiös. Dies trifft sicherlich auch auf einige der abgedruckten Texte zu, haben sie doch oft den Charakter von Kalendergeschichten, deren Ende allzu offensichtlich ist. Was fehlt ist auch ein Vorwort, in dem die Auswahl begründet wird. Nichtsdestotrotz sind aber doch einige Perlen in dem Band „Alte hessische Weihnachtsgeschichten“ vorhanden und nicht zuletzt sind es die einfachen Menschen, die hier ihre Weihnachtsfreude teilen. Auch das ist lesenswert.

© Thomas Sülzle von Literaturtipp.com


Heinz-Lothar Worm (Hrsg.)
Alte hessische Weihnachtsgeschichten
Brunnen Verlag, Gießen
ISBN 978-3-7655-4076-9
3. Auflage, 160 Seiten, Taschenbuch, Format 12 x 18,6 cm.
Preis: € 8,95 (D) / € 9,20 (A) / sFr 13,50




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Mittwoch, 30. Oktober 2013

Rezension zu „Männer schweigen“ von Eva Ehley

Männer schweigen – Ein Sylt-Krimi
Eine spannende Jagd nach einem Mörder – mit ein paar Schwachstellen

(mkb). Lokal-Krimis sind im Trend – und nirgendwo stirbt es sich so formvollendet wie auf Sylt. An den langen weißen Sandstränden, inmitten der auf den Millimeter genau aufgereihten Strandkörbe, von der Nordsee wild umspült. Die Tote ist rothaarig, schlank und schön wie die Insel. „Sanft modellieren sich Schultern, Brüste und Hüften vor dem blau-weiß gestreiften Plastikbezug...“ Autorin Eva Ehley hat nach ihrer Nominierung für den „Agatha-Christie-Krimipreis“ erneut ihre Phantasie fliegen lassen und mit „Männer schweigen“ ihren dritten Sylt-Krimi geschrieben.

Eine Vermisste und eine Ermordete; ein Psychiater, ein Journalist, ein aufstrebender Politiker sowie der Geschäftsmann Hubert Mönchinger, seine eifersüchtige Schwester und ein Kriminalbeamter mit seiner Kollegin: Das sind die Protagonisten einer spannenden Jagd nach einem Mörder, der sich wiederholt geschickt aus der Affäre zieht und in der fast jeder der Mitwirkenden Motiv und Möglichkeit zur Tat mitbringt. Auf der Polizeistelle vermutet man in der Toten die vermisst gemeldeten Marga Mönchinger, die Ehefrau des Geschäftsmannes Hubert Mönchinger. Tatsächlich sieht diese der Toten ähnlich – aber Marga ist nicht tot. Das stellt sich spätestens heraus, nachdem die Autorin die Erzähl-Perspektive wechselt und in die Rolle der verschollenen Polin schlüpft. Dabei lüftet sie Geheimnisse und eröffnet Verdachts-Momente, kommt dem Täter mit jedem Hinweis ein wenig näher.

In wechselnden Kapiteln wagt sich die Autorin in jeden ihrer Darsteller hinein, gibt von dort aus Privates preis. Kriminal-Hauptkommissar Bastian Kreuzer zum Beispiel liebt noch immer seine Kollegin Silja Blanck, diese jedoch erwidert die Zuneigung nur sehr zögerlich. Gemeinsam ermitteln sie, nähern sich einander an und nehmen wieder Abstand – im Zwischenmenschlichen und im Fall. Auch in die Gefühlsebene des Alkoholikers Fred Hübner schaut die Schriftstellerin hinein – und dabei wird klar, dass der Journalist schon in den letzten Fall verwickelt war. Er weiß etwas, gibt sein Wissen allerdings nur scheibchenweise preis. Alle Wege führen schließlich zum Analytiker Manfred Pabst, der ganz offensichtlich selber an einer Psychose leidet. Marga Mönchinger wiederum bleibt verschwunden, und es beginnt für die Kommissare und den Leser ein Wettlauf mit der Zeit.

Über rund 400 Seiten führt Eva Ehley durch Sylt. Mal macht sie an Westerlands Bahnhof Halt, wirft einen intensiven Blick auf die grünen Kunstfiguren, die sich dort gegen den stürmischen Westwind stemmen, begleitet die Leser nach Tinnum in ein Häuschen, streift erzählerisch die Nordseeklinik und besucht ein andermal List, den nördlichsten Ort Deutschlands. Für Sylt-Freunde vertraute Plätze, für Krimi-Leser eine landschaftlich eindrückliche Jagd nach dem Mörder. Es könnte so schön sein, wäre die Autorin weniger geschwätzig. Wirklich schade, denn im Kern sprüht das Buch vor Witz und Spannung, nur wäre auch hier weniger viel, viel mehr gewesen.

Alles in allem jedoch ist „Männer schweigen“ durchaus lesenswert. Eva Ehley beherrscht im großen Ganzen ihr Handwerk, beschreibt eindrücklich und ohne zu langweilen die Landschaft und geht gekonnt den gefährlichen Grad des Perspektivenwechsels, belebt damit die Figuren und strafft den Spannungsbogen.

(c) Michèle Kirner-Bernoulli von Literaturtipp.com



Eva Ehley
Männer schweigen
Ein Sylt-Krimi
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-18929-8
Originalausgabe, 1. Auflage 2013, 400 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr 14,90



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